Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber alkalische Wismuthlösung als Reagens auf Traubenzucker im Harne
Person:
Nylander, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16524/1/
Ueber alkalische Wismuthlösung als Reagens auf Traubenzucker 
im Harne. 
Von 
Emil Hyland er. 
(Der Redaktion zugegangen am 17. Dezember 1883). 
Die Trommer’sche Probe auf Zucker im Harne leidet 
bekanntlich an gewissen Uebelständen, welche die Brauch¬ 
barkeit derselben nicht unwesentlich beeinträchtigen. Die 
wichtigsten dieser Uebelstände sind : einerseits das regel¬ 
mässige Vorkommen anderer reducirender Substanzen, wie 
Harnsäure und Kreatinin, im Harne und andererseits die 
Fähigkeit einiger Harnbestandtheile, vor Allem des Kreatinins 
das durch Reduktion entstandene Kupferoxydul — resp. 
Oxydulhydrat — in Lösung zu halten. Diese Fehlerquellen 
haben bekanntlich zu mehreren Modificationen der Kupfer¬ 
probe geführt, wie man denn auch andererseits vielfach sich 
bemüht hat, die Kupferprobe durch andere, zuverlässigere 
Proben zu ersetzen. Unter diesen hat die Wismuthprobe seit 
längerer Zeit einen hervorragenden Platz eingenommen, uud 
es lässt sich auch nicht läugnen, dass diese Probe der 
Trommer’schen gegenüber den grossen Vorzug hat, dass 
eine störende Wirkung des Kreatinins und der Harnsäure, 
bei ihrer Anwendung, nicht zu befürchten ist. 
Von diesen Vorzügen der Wismuthprobe ausgehend 
suchte Almén1) gchon im Jahre 1867 ihr eine grössere 
Verwendung zu geben, und er schlug zu dem Ende eine 
neue Modification derselben vor. Diese Modifikation bestand 
darin, dass der Harn nicht wie vorher mit Soda und 
2) Upsala läkareförenings förhandlingar, Bd. II.
        

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