Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntniss der Indigo bildenden Substanzen im Harn und des künstlichen Diabetes mellitus
Person:
Hoppe-Seyler, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16497/11/
Traubenzucker nach kohlemtxydvorgilhmg, wurde '/.uclsl 
von Kriedberg1) bcobachlt'l, Weitere* \ ersuche stellte 
Sc litt") darüber an. Kr constat irle, dass die Zuckcraus- 
sçheidung HO—(JO Minuten nach der ersten Kiiuühmung ein- 
tritt, aber nur 1 bis 2 '/a Stunden anhält, ferner »lass die 
Menai' des Harns vermehrt ist und viel Kiweiss darin aullrill. 
Nachdem der Zucker verschwunden, kehrte der Harn wieder 
zur Norm zurück. 4 eannere-t3} bestimmte ausserdem die 
I tarnstolTausscIleidun^r dabei, die er vermehrt fand. Kr liess 
Hunde so lange Kohlenoxyd einalhmen, bis I claims einljal, 
dann stellte er die künstliche l‘respiration an, bis sie wieder 
zu sich kamen, und wiederholte dies 7 mal hintereinander. 
Dann schieden die Hunde mehr Harn au>, als normal, und 
darin 1,0 gr. Zucker im Tag. Derselbe erschien sehr schnell 
nach der Verkittung. 
Levinstein4) hat ferner vom Morphium eine, solche. 
Wirkung oll beobachtet, während zugleich, aber nicht con¬ 
stant, Kiweiss im Harn erscheint, und durch (Jährling und 
Rechtsdretiung den Zuckergehalt bewiesen. Hei (Ihloralver- 
mflun"- tritt nach Levi nsl ein s) auch Zucker im Harn auf; 
v. Meri'iig®) hat das Auftreten bei , vielen Versucheil an. 
Menschen und Thieren nie beobachtet und bei Morphiuiiiein- 
gabe Linksdrehung des Harns constalirt. 
Auch nach Kiuverleibung yoii Curare, Melliyldelphiiun *) 
und Milchsäures) ist Zucker im llarii beohacliiet worden. 
Andere zahlreiche Heobachtungen über das Auftreten 
von Zucker im Harn nhch K ingäbe verschiedener Substanzen 
!) Vergiftung durch Kohleinluusl !*•>(>. S. 7; 
-) rehcr den Diabetes nach Kuhlenoxydvergiflmig, Dissertation 
Dorpat lsiül. 
I/urée dans le diabete arlilhiel. Diss. Hern T7J. 
4) Herlin klin. Wochenschrift IS75. Nr. 4s*. 
r’) Kbeiida l*7ü. Nr. 21. *• 
,î) Herichte der deutsch. clitMli. (ieselisrhaft. Hd. S, S. 
    

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