Bauhaus-Universität Weimar

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Mir kam es darauf an, nach einem in neutraler od, i 
alkalischer Lösung die Milch zur Gerinnungbringenden Penn, M 
(Lahl'crment) zu suchen. In dem Artikel «Milch» des Di,, 
liminaire de Chimie (1S7U) wird über das Vorkommen d* ~ 
selben in Artischoken und Disteln von Wurtz berichl.l • 
Mayer bestätigt das Vorkommen (ISS:*1). 
Versuche. 
1. Von frischen Artisehokenpllanzen wurden die griiim;i 
JMätter und der Blüthenboden getrennt zwei Ta-.« 
hindurch mit destillirlem Wasser exlrahirt. Das Blällir- 
extrakt, welches wenig sauer reagirt, wurde liltrirl, neu- 
tralisirt, und erwies sich auf frische Kuhmilch völlig 
unwirksam. 
Das Extrakt des Bliithenbodens ist eine etwas sdiki- 
mige Flüssigkeit, ist liltrirl von schwach gelblicher Färb 
und reagirt schwach sauer. Xeulralisirt und zu frisch.-r 
Milch hinzugethau (10 ce. : 25 ec. Milch) bewirkt es bei 
einer Temperatur von W C. nach drei Stunden Gerin¬ 
nung. 
Wurden die Pflanzen mit Salzsäure (0,134%) zw. i 
Tage hindurch digerirt, so blieb das ncutralisirte Extract 
sowohl der Glätter, als des Bliithenbodens auf Milch 
völlig unwirksam. Das Feraient wird also (wie schon 
lloppe-Sey 1er bei Drosera fand) auch in Artischoken 
durch Salzsäure vernichtet. 
2. Die Thalsache, dass Doue but (1880) in dem Safte des 
Feigenbaums ein eiwoisslösejndes Ferment gefunden halle 
(Ficoin) bewog mich auch in Feigenfrüchten nach dem 
Labterment zu suchen. Fs standen mir allerdings nur 
die getrockneten Früchte zur Verfügung. 
lo ec. des neutral reagirenden mit Aq. destillat. her- 
gestellten Extraktes bewirkten in 25 ec. frischer Milch 
nach einer Stunde Gerinnung. Temp. 40" G. 
Die wässerigen Extrakte von Blättern und Schlauchen 
schwacher Pflänzchen von Drosera rotundifolia, Diome.i 
b l.'hr«* von tlt ii cljcinisilivji Fermenten. Heidelberg ISS*’. 
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