Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhalten der aus dem Eiweiss durch Fäulniss entstehenden aromatischen Säuren im Thierkörper
Person:
Salkowski, E. H. Salkowski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16477/17/
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oiste Homologe bleibt unangegriflen, das zweite wird zu 
p-Oxybenzoösäme oxydirt, ein Verhältnis*, auf welches .auch. 
Schotten hinweisl. In Uebereinslimmung mit der Phenyl- 
essigsäure liefert auch die p-Oxyphenylessigsäure eine Glycocoll-. 
Verbindung, jedoch nicht constant. Abspaltung von Phenol 
aus der Oxysäure haben wir nicht constatiren können. 
Vergleichen wir nun damit die von Schotten für 
den Menschen betreffs der Oxysuuren erhaltenen Resultate, 
>o sind die unserigen im Wesentlichen bestätigend. Phenol¬ 
abspaltung fand auch Schotten bei keiner der beiden 
Säuren im Gegensatz zu Baumann, welcher dieselbe beim 
Menschen nachgewiesen hat. Das Verhallen ist also inconstant. 
Von der p-Oxyphenylessigsäure fand Schotten 7t)% 
im Harn wieder, wir nicht ganz so viel, jedoch constattrten 
auch wir im Wesentlichen im veränderte Ausscheidung. Oxy- 
phenacetursäure wurde von uns nur einmal, von Schotten 
nicht beobachtet. T 
Von der eingenommenen Oxyphenylpropionsäiire er¬ 
schienen bei Schotten 13,7 °/o unverändert wieder, wir 
konnten keine unveränderte Säure auflinden: 13,2% wurden 
bei Schotten als p-Oxybenzoösäure ausgeschieden, die von 
uns erhaltene Menge war jedenfalls grösser, wenn wir auch 
genaue Bestimmungen nicht ausgeführt haben: in dem 
zweiten Versuch am Kaninchen erhielten wir von 4 gr. ein¬ 
gegebener Parailydrocumarsäure 0,61 Oxybenzoösäure, also 
etwa 15%, wiewohl nur ein Theil des Harns darauf verar¬ 
beitet war. Die p-Oxybenzoesäure wurde in unseren Ver¬ 
suchen als solche ausgeschieden, bei Schotten in Verbin¬ 
dung mit Glycocoll. 
Münster, Chemisches Laboratorium der Akademie. 
Berlin. Chemisches Laboratorium des pathologischen Instituts. 
Zeitschrift fur physiologische t hemie VII. 
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