Volltext: Ueber die Abhängigkeit der Contractionsart der Muskeln von den Mengenverhältnissen einiger ihrer Bestandtheile: Beitrag für eine zukünftige Theorie der Contraction (7)

wrdiHinfp Salzsäure- hinzu bis <li«‘ Mischung nur eben Tro¬ 
päolin 00 schwach zu braunen uiifangl, verdünne mil noch 
mehr Wasser, rühre von Zeit zu Zoll während wenigstens 
zwei Stunden um und lasse die Mischung in einem hohen 
Idaseylinder ruhig stehen. Nach einigen Stunden giesst man 
,lio iiberstehende opalescirende Lösung ab und wäscht den 
liest mit Wasser durch Decant iron oftmals aus. Wenn das 
ahliltrirte Wasser Lakmus fast nicht mehr röthet und bei 
vorsichtigem Zusatz von sehr verdünnter Sodalösung keine 
Trübung mehr erzeugt, übergiesse man den ungelösten Muskel¬ 
rost mit 12-13% Salmiaklösung, rühre um und iiltrire nach 
ä - lOstündigem Stehen ab. Ist Myosin in die Salmiaklösung 
übergegangen, so muss es sich beim Erhitzen auf 
aiisscheiden. Myosin ist in Salzlösungen gegen hohe Tem- 
1 »oral Liren so überaus emplindlich, dass ein Paar Milligramme 
Myosin bei viertelstündigem. Erhitzen auf 00—05°, 2oo bis 
•100 ebem. Salmiaklösung trüben. Im gegebenen Falle aber 
bleibt die Lösung ganz klar und enthält demnach keine 
nachweisbaren Spuren von Myosin. War die Salzsäure nicht 
im Feberschusse angewendet und die Mischung nicht erhitzt 
\\ orden, so war auch keine Ueberführung des Myosins in 
Syntonin möglich gewesen. 
Wäre alter auch letzteres ,1er Fall, so müsste das durch 
Salzsäure gebildete Syntonin ebenso tciclil wie Myosin in der 
sturen Flüssigkeil sielt aullösen. Die Extraction des Myosink 
mil Salzsäure ist also vollständig. Sie geschieht ziemlich 
sclinell, wenn auch das Auswaschen mit Wasser längere Zeit 
erfordert, da die letzten S|mrcn des salzsauren Myosins aus 
tien zerkleinerten Muskclhüiideln nur durch Diffusion heraus- 
gefördert werden können. Diese Extractionsmethode beruht 
darauf, dass die Salzsäure mit Myosin eine leicht lösliche 
Verbindung eingeht. Da alter freie Salzsäure seihst in starker 
Vidünnung (1,0—00°») nachweislich niodificircnd auf ändere 
Eiweissköriter einwirken und sie i„ synloniimrlige Product,- 
"mwattdeln kann, in darf bei Anwendung dieser Methode 
keine freie Salzsäure in der Mischung vorhanden sein. Dieses 
«ml vermittelst des Tio|,ieolins, wie oben gezeigt ist, leicht 
Zcitschïift lü-r pliy.niulogischtt Chemie VH. ^
	        
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