Volltext: Ueber das Taurobetain (7)

Verhält niss von drei Molekülen dçs letzteren auf ein 
Molekül Amitlobenzoëaüiire zufügt. Die si<‘h bald g-elind ei wiir- 
niende Mischung wird nun ö Tage lang der Hube überlassm, 
dann der Methylalkohol durch Destillation entfernt, zu d»iin 
Rückstand Jod wasserst o ft im Leberschuss zugefügt und da? 
sicli bald kryslulliiiisch abscheidende jodwassersloffsauiv 
Trimethylbeiizbetain in wässeriger Lösung mit Bloioxydhydrul 
zersetzt. Der so dargestellte Triinetbylbenzbetain entspricht 
der Formel C71H (GIi:i)3NO* 
Koerner und Menozzi1) benutzten später diese 
von Griess angegebene Methode in der Hoffnung aus der 
Asparaginsäure das entsprechende Betain zu 'erhalten, ge¬ 
wannen dabei aber nur Fumarsäure. Aus Tyrosin-) erhielten 
die gleichen Autoren, wenn sie es in methylalkoholischer 
Lösung mit je 5 Aequivalenten Kalihydrat und Jodmellivl. 
portionsweise abwechselnd behandelten ausser Trimethylamin 
und methylparacumarsaurem Kali ein nur schwer vom J<nl- 
kalium zu trennendes Salz, dem sie die Zusammensetzung 
C. II« : OCH» • Cs 11» cu*1 
zusprechen. 
Wenn somit die letztgenannten Autoren auf dem von 
ihnen eingeschlagenen Wege zu dem beabsichtigten Körper 
nicht gelangten, so liegt dies meines Erachtens nach in der 
von ihnen benutzten Methode. 
Auch beim Taurin war es mir nach der Griess'scheii 
\ orschrift oder beim Erwärmen der Mischung nicht möglich 
zu einem Resultate zu kommen, dagegen führte folgendes 
Verfahren, das allerdings mit sein* beträchtlichen Verlusten 
verknüpft ist, zum gewünschten Ziele. 
Es werden ein Aequivaleiit fein gepulverten, trockenen 
taurins in Methylalkohol geschüttet der dreimal soviel ab¬ 
solut chemisch reines Kalihydrat als zur Neutralisation des 
Taufiu’s nothwendig ist, kalt gelöst enthielt. Dann wird 
11 Gazz. cltini.. T XI., p. o.YS. 
•*) Boriflito der d<oit.seheu elieiniscluni Gesellschaft, Bd. XV. S. .VJ". 
Ileferat.
	        
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