Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhalten des Tyrosins und der aromatischen Oxysäuren im Organismus
Person:
Schotten, C.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16468/9/
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li'li r1 I robe zu der Reaktion genommen wurde. Die 
vereinigten Mutterlaugen dieser Hippursäure wurden zur Ent¬ 
fernung der anorganischen Salze 3mal mit alkoholhaltigem 
.\etln.T * xtrahirt, der Auszug zur Trockene Verdampft und 
mit absolutem Aether gewaschen. Auch dieser Rückstand, an 
Gewicht ii gr., erwies sich, obwohl er mit M i 11 on schem 
lleag.ns eine schwache Reaktion gab, als Ilippursäure. Durch 
Kochen mit concenlriHer Salzsäure konnte daraus nur Beiizoë- 
keine Paroxybenzoësâure erhallen werden. Hippur- 
'*lln1 ‘ U;U uueh in die erste ätherische Lösung mit- den 
normalen Oxysäuren mit hineingegangen. Als der einge- 
damplU* Extrakt mit Wrisser aufgenommen, durch, neutrales 
Ükiacelat von harziger Substanz befreit war und nach Eïit- 
fermig des überschüssigen Bleies aus dem Filtrate das letztere 
mil .'reinem Aether ausgeschüttelt wurde, schied Sich noch. 
u,l ri. Iiippinsame aus der wässerigen Lösung in starken 
■Nadeln aus. Weitere, ebenfalls vollkommen reine, 0,10 gr. 
I Iippin Siiui e \\ aien mit in die ätherische Lösung gegangen 
mi(l U l,n1e11 daraus gewonnen, indem der Abdampfrückstand 
zmist aus Benzol und dann aus Wasser umkrystallisirt wurde. 
Während ich also aus den 10 Litern Harn 4,00 gr. reine 
Ilippursäure gewonnen hatte, war es mir nicht gelungen, 
dun« ben Paroxybenzursäure nachzuweisen. Es steht mithin 
l' d. dass diese Säure, wenn überhaupt, nur in ganz mini¬ 
malen Mengen im Harn Vorkommen kann. 
11 eil ich war auch die Menge der aus den verarbeiteten 
10 Li,tn‘ IIain gewonnenen und aus den Mutterlaugen der 
zuletzt erwähnten Portion Ilippursäure abgeschiedenen, stick- 
'lotilreio'i Oxysäuren sehr gering — sie betrug nur einige 
Zentigramm. Und wenn man berücksichtigt, dass von diesen 
dm Hydroparacumarsäure nachweislich nur einen sehr kleinen 
nichthiil ausmacht, so wird es erklärlich, dass Jiier auch 
■‘IIH‘ Bäroxybenzursäure nachweisbar war. 
Andererseits folgt aber auch aus diesem Befunde, dass 
' " ^.'dtoparacumarsäure im Darm nur in ganz geringer Menge 
'‘dd.lii; denn im anderen Falle würde man mehr von ihrem 
xplatioiisprodukt, der Pa r o x y be n z u r sä u r e, linden müssen.
        

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