Bauhaus-Universität Weimar

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' Sechs Hühner wurden acht Tage lang reichlich mit 
Körnern gefüttert, drei derselben, deren Gewicht in Summa 
3347 gr. betrug, wurden am 18. Mai getüdtet, diç drei übrigen 
blieben bis zum 25. Mai ohne feste Nahrung, dann wurden 
sie ebenfalls getüdtet. Das Gesammt-Gewicht der letzteren 
batte während dieser Zeit von 3355 gr. auf 3452 gr. abge- 
nonnnen, das lett war bei ihnen noch nicht vollständig 
geschwunden. Die Lebern und die Brustmuskulatür der drei 
an demselben Tage getödteten Individuen wurden vereinigt, 
fein gehackt und in denselben: 
1) Stickstoffgehalt; 
• - 1 
. 2) Wassergehalt; 
3) Nucleün-Phosphorsäure; . • . 
4) Hypoxanthin- und Xanthin1) 
bestimmt. 
Die Bestimmung des Stickstoffs ergab folgende Resultate 
für luo gr. feuchten Gewebes berechnet: 
Tabelle II. 
k 
Organ. 
Gut genährte 
Thiere. 
Hungernde 
T liiere. 
Leber . . 
4,41% 
4,25% 
Muskel 
4,41 « 
4,45 « ‘ 
Die Bestimmung der Trockensubstanz ergab: 
Tabelle III. 
Organ, 
Gut genährte 
Hungernde 
Thiere. 
Thiere. 
Leber . . 
:i9,5°/o 
20,5"/o 
Muskel 
27,0« 
27,4 « 
ie aus der Tabelle I ersichtlich, ist eine bemerkens- 
werthe Aenderung in Bezug auf die Nucleün-Phosphorsäure 
in den Muskeln nicht vorhanden, wohl aber in der Leber. 
Hieraus ergibt sich, dass die Nuclein-Phosphorsäure während 
des Ilungerzustandes weniger leicht dem Gewebe entzogen 
wird, als die übrigen Phosphorsäure-Verbindungen. 
') Siehe unten, S. 20.
        

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