Bauhaus-Universität Weimar

ist, auch die Menge der ausgeschiedenen Harnsäure grösser 
ist als jm normalen Zustand. 
hoher das Verhalten der stickstottreiclien Basen, d.h. des 
Guanins, Hypoxanthins, Xanthins hei wechselnden physiolo¬ 
gischen Zuständen liegen his jetzt nur wenige Beobachtungen 
vor. Versuche von Demant führten zu dem Resultat, dass 
bei gut genährten Tauben kein oder wenig Hypoxanthin und 
Xanthin in den Muskeln vorhanden sei, dass dagegen diese 
Körper beim Hungerzustand in etwas grösserer Quantität 
auftreteii1). Da die Bestimmungen Dcmant's in dem Wasser- 
extrakt der Organe ausgeführt waren, so bedurften dieselben 
einer Wiederholung, nachdem ich gefunden hatte, dass die 
ganze Menge des Hypoxanthins erst durch Kochen der Organe 
mit verdünnten Säuren abgespalten wird. 
Die folgenden Versuche wurden an sechs Tauben ange- 
stellt. Nach einer Periode guter Ernährung wurden drei der 
Tliiere getödtet und in der Pectoralis-Muskulatur das Hypo¬ 
xanthin bestimmt, die drei übrigen blieben am Leben. Das 
Gesammt-Gewicht der getödleten Tliiere betrug 1055 gr., 
das der lebenden 1070 gr.. Letztere blieben sechs Tage ohne 
feste Nahrung und wurden dann ebenfalls getödtet. Das 
( «esiunmt-Körpergewicht war während dieser Zeit auf 007 gr. 
gesunken. Die Resultate dieser Versuche sind zugleich mit 
den Hypoxanthin-und Xanthin-Bestimmungen in den Muskeln 
der Hennen in folgender Tabelle zusammengestellt. 
Tabelle IV. 
Species, 
Hut genährt. 
Hungernd. 
Hypoxanthin Xanthin • ) 
Hypoxanthin 
Xanthin3) 
Hennen . 
0.1J0% 0.01 P/o 
0.073° o 
0,038° o 
Tauben . 
O.l-J0 « 0.117 « 
0,Hi7 « 
0,08«) « 
Mit Berücksichtigung der oben erwähnten Stickstoff- 
best iimmmgen in den Muskeln der Hühner ergibt sich somit, 
11 Oase Zeitschrift, Hd. III. S. 381. 
i) Nach dem Anskrysfallishen des Hyp, »xanthin-Silbernilrats wurde 
ilas Xanthinsilber mit Ammoniak ausgefüllt. Aus dem Xanthinsrlber 
wurde tins Xnnlliiii berechnet.
        

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