Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Einfluss der Reaction Amylum sowie Diastase enthaltender Flüssigkeiten auf den Verlauf des fermentativen Prozesses
Person:
Detmer, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16466/6/
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Werde.». Gemische von Stärkekleister und Malzextrakt 
mit einigen Tropfen cöncentrirter Kalilauge versetzt, so 
kann keine Amylumumbildung mehr in der Flüssigkeit zu 
Stande kommen. Ertheilt man aber den erwähnten Gemischen 
nur eine äusserst schwach alkalische1, Reaction, so ist die 
Stärkeumbildung noch möglich; sie verläuft unter diesen 
Umstunden aber nur langsam. Ich fand es bei der Aus¬ 
führung bezüglicher Versuche zweckmässig, mit relativ kleinen 
Stärkekleister- und erheblichen Malzextractmengen zu experi- 
mentiren. Werden nämlich schwach alkalisch reagirendo 
Gemische, die aus viel Kleister und relativ wenig Malzextracl 
bestehen, zur Untersuchung verwendet, so nehmen diese Flüs¬ 
sigkeiten häufig (zumal bei höherer Sommertemperatur) schon 
eine schwach saure Reaction an, bevor der Beginn der Stärke¬ 
umbildung sicher constatât werden kann. Diese Säuerling 
der Flüssigkeit ist mit dem massenhaften Auftreten von 
Schizomyceten in derselben verbunden. Wenn man aber die 
Versuche in der Weise anstellt, wie dies oben angegeben 
worden ist, so lässt sich mit aller Sicherheit der Nachweis 
liefern, dass der p/ozess der Amylumumbildung in solchen 
Gemischen von Stärkekleister und Malzextract, die von Beginn 
der Experimente an bis zum Abschluss derselben schwach 
alkalisch reagiren, zur Geltung kommen kann. Es sei noch 
bemerkt, dass verdünnte Alkalien und Säuren (Kohlensäure, 
Gitronensäure etc.) bei Abwesenheit der Diastase in der 
nämlichen /eit, in welcher das Ferment eine gegebene Amyluin- 
metige völlig umbildet, diese Wirkung nicht ausüben.
        

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