Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Einfluss der Reaction Amylum sowie Diastase enthaltender Flüssigkeiten auf den Verlauf des fermentativen Prozesses
Person:
Detmer, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16466/3/
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verdünnter Kalilauge beschicktes Gefäss. Die Temperatur 
der Versuchsflüssigkeiten, welche zu Parallelheobachtungen 
dienten, war genau die nämliche. 
Es ergab sich, dass die Gegenwart der Kohlensäure den 
Verlaut des Prozesses der Amylumumbildung in allen Fällen 
ganz bedeutend beschleunigte. Proben derjenigen Flüssig¬ 
keit, durch welche Lutt geleitet wird, können auf Jodzüsatz 
noch eine violette Färbung annehmen, während sich Proben 
der Flüssigkeit, die mit Kohlensäure in Contact gelangt, auf 
Jodzusatz bereits gelbroth färben. Wenn sich die* Flüssig- 
Mh ''l welche Kohlensäure eingeleitet wird, auf Jodzüsatz 
la>t gai nicht mehr lärbt, so kann die Lösung, durch welche 
Lutt geleitet wird, auf Jodzüsatz noch eine violette oder 
(lunkelrothe Färbung annehmen. Ich konnte constatiren, (lass 
Gegenwart von Kohlensäure sogar noch dann beschleunigend 
auf den Verlauf des fermentativen Prozesses einwirkte, wenn 
die Temperatur derjenigen Flüssigkeit, durch welche atmos¬ 
phärische Luft geleitet wurde, absichtlich etwas höhel als 
die Temperatur der mit Kohlensäure in Contact gelangenden 
Lösung gehalten wurde. 
Mit Rücksicht auf die Ursache des Phänomens der 
Beschleunigung des Prozesses der Stärkeumbildung dbreh 
Kohlensäure erschien es mir von vornherein wahrscheinlich, 
dass das erwähnte Gas diese eigenthümliche Wirkung äussert, 
nah m dasselbe den sauren Charakter des Gemisches * des 
Stärkekleisters und der Diastaselösung erhöht. Allerdings 
involvirt diese Annahme noch keine Vorstellung über den 
speciellen Modus der Säurewirkung. Ich habe nun weitere 
Versuche über die Wirkung verschiedener Säuren auf den 
Amylumumbildungsprozess angestellt. 
Je 25 cc. lprocentigen Stärkekleislers wurden z. IL mit. 
■|0 r> cc- verdünnter Fermentlösung versetzt und erhielten noch 
folgende Zusätze: 1) 5 cc. Wasser; 2) 5 cc. Wasser mit 
"!m £r* Zitronensäure; 5 cc. Wasser init 0,0005 gr. 
Gilionensäure; 4) o cc. Wasser mit 0,001 gr. Citronensäure; 
;>) 5 cc. Wasser mit 0,002 gr. Citronensäure; G) 5 cc. Wasser 
111,1 °’°05 Sr- Citronensäure; 7) 5 cc. Wasser mit 0,010 gr.
        

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