Volltext: Ueber Acetonurie (6)

domenge a on neutralem und saurem scliwofcligsatifen Natrium, 
von welchen, das eine :‘.f»,r,l, das andere 22,12% Xa enthält. 
Als ein/Hteil der Flüssigkeit nach der Vorschrift voii 
Hort helot*) mit Benzoylchlorid behandelt wurde, trat'der 
Ceruch nach Benzoüsäuiväther deutlich hervor, während der 
nach Aceton nun verdeckt war. Ich habe mich ausserdem 
überzeugt, dass reines Aceton hei der Bert hei o.t'sehen 
Alkoholprobe nicht mit Alkohol verwechselt werden kann. 
Diese Reaction sowie der Siedepunkt der Flüssigkeit 
sprechen dafür, dass sie zum grössten Theile aus Aethylal- 
kohol bestand. Die kleine Menge des etwa noch vorhandenen 
‘Acetons entging der Fällung mit NatriumbisulphU, weil der 
Alkohol durch Zusatz der Sulphitlösung verdünnt wurde und 
in verdünntem Alkohol wohl das Nntriumbisulphit schwer 
löslich, das Acetonsalz aber nicht unlöslich ist. 
II. Qualitativer Nachweis des Acetons. 
Es werden % Liter Harn mit einer massigen 
Menge Salzsäuic versetzt, im Deslillationsapparate aufgekochi 
und die ersten übergehenden Tropfen mit Natronlauge und 
Jodjodkaliumlösung geprüft.1 
Iler Suurezusalz zu dem Ham ist für den Nachweis des . Acetons 
nirlil absolut, erforderlich, aber er bietet den Vortheil, das sonst starke 
Schäumen des Harns,zu massigen, und den Cebergang von kohjensaurem 
Ammoniak in das Destillat hintanzuhalten; der Gehalt de»; Destillats 
m Ammoniak complicirt aber die Heaction. Für die Bildung, des Jod«i- 
torijiiiiederschlags ist es übrigens glei<-hgiltig, in welcher Reihenfolge 
und in welchem gegenseitigen Verhältnis «lie Reageiitien «lein Harn 
destillat. zugesetzt werden. 
Das Destillat jedes normalen Harns zeigt so schön bei 
gewöhnlicher Temperatur nach Verlauf von 2—3 Minuten 
«ine minimale Trübung; enthält das Destillat mehr wie 
.Spuren, so tritt die Trübung sofort ein. Diese schwache 
Heaction, welche jeder menschliche Harn, der Harn der Kuh, 
•les Hundes und der Katze, sowie Blut, Transsudate und 
Exsudate geben, tritt im Menscheiiharn auch dann ein, wenn 
«lie Individuen sich wochenlang jedes Alkoholgenusses mt- 
halhti haben; aber auch ein reichlicher Alkoholgenuss bewirkt 
') Bert he lot, Chemisches Centralblatt 1871, 8. 584, • V, .
	        
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