Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage der Filtration von Eiweisslösungen durch thierische Membranen
Person:
Runeberg, J. W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16459/2/
Dadurch ist jedoch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, 
«lass andere Membranen ein abweichendes Verhaltriiss zeigen 
könnten. Bei diesen Versuchen kamen nämlich vorzugsweise’ 
.Schafsdärme, die in Alkohol aufbewahrt waren,: zur Ver¬ 
wendung. Dergleichen Membranen hatten sich in'mehrfacher 
Hinsicht als besondeis zweckmässig erwiesen und bieten vor 
anderen Membranen, die in Frage kommen können, mehrere 
Vorzüge dar. Nur ausnahmsweise und mehr der Contrôlé 
wegen wurde bei einigen Experimenten auch frische Schaf* 
uinl Kaninchendärme angewendet. Diese zeigten nun aller¬ 
dings eine vollständige Uebereinstimmung in der erwähn teu 
Hinsicht mit Schafdärmen, die in Alkohol aufbewudirt waren. 
Im letzten Jahre hat indessen Herr Gott Wald aus 
Moskau eine Untersuchung über die Filtration von Ehveiss- 
lüsungen in dem Laboratorium von Hoppe-SeyLcr in 
Strassburg angestellt, w’obei er menschliche Ureteren, so frisch 
wie diese zu erhalten sind, als Filtrationsniembrane benutzt 
hat. Er hat dabei, seiner Meinung nach, gefunden., dass 
der Einfluss des Filtrationsdrucks auf den Albumingehalt des 
Filtrats in einer ganz entgegengesetzten Richtung als der 
von mir angegebenen sich geltend mache. 
Eine nähere Prüfung der Versuchsresultate ejes Herrn 
fiottwald, so wie er sie in seinen Tabellen dargestcilt hat, 
zeigt nun allerdings, dass sie, in Folge mangelhafter An¬ 
ordnung und Auslührung der Versuche, sehr inconstante und 
einander so widersprechend sind, dass gar keine einiger- 
massen zuverlässige Schlussfolgerungen aus ihnen gezogen 
werden können. Wenn man jedoch Von dieseil zahlreichen 
Fnregelmässigkeiten und Widersprüchen absieht, so-lässt es: 
sich nicht bestreiten, dass die Resultate dennoch recht oft 
mit den Schlussfolgerungen, welche Herr Gottwald aus 
'linen Experimenten gezogen hat, übereinzustimmen scheinen* 
Ich habe es deshalb für nöthig erachtet zu untersuchen, 
"h und in wieweit diese abweichenden Resultate des Herrn 
(iottwähl von einer anderweitigen Beschaffenheit der von 
1,1111 11,1,1 von nur angewandten Versuchsmembrane abhängig 
könnten. Denn es wäre ja möglich, wie ich .schon
        

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