Bauhaus-Universität Weimar

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za lassen, wurden die Auffangcylinder häufig gewechselt und 
die aufgefangenen Gasblasen mittels der Hempe loschen Gas¬ 
pipette in eine mit Quecksilber gefüllte Glocke übergeführt. 
Da die Thiere die eingeführte Glasröhre längere Zeit nicht 
ertragen wollten, dauerte das Auffangen immer nur wenige 
Stunden. Docli gelang es durch öfteres Wiederholen der 
Sitzungen immer genügende Gasmengen innerhalb zwei Tagen 
zu sammeln. Die Thiere wurden hierauf getödtet und die 
Reaction des Darminhaltes geprüft. 
a) Gans, 12 Tage mit gekochtem Wirsing 
gefüttert. 
CO* 10,83 
0 2,09 
H 2,76 
CH* 13,51 
N 70,78 .V V 
Die Reaction des Darminhaltes war im I. Drittel sauer, 
im letzten Drittel schwach alcalisch. 
Inhalt vom letzten Drittel bei Körpertemperatur gährend 
entwickelte in den ersten 10 Stunden ein Gas von der 
folgenden Zusammensetzung, er war hiebei schwach sauer 
geworden: 
COa 87,83 
II 12,12 
CH* 0,36 
In späteren Stunden, wo die Säuerung sehr zunahm, 
wurde nur mehr COa entwickelt. 
Weiske1) fand bekanntlich bei Ausnützungsversuchen, 
angestellt an Gänsen mit cellulosehaltiger Nahrung, keine 
Lösung von Cellulose im Darme. Zusammengehalten mit 
unserem Resultate, wonach bei dieser Kost die Darmgase 
der Gänse CH* enthalten, würde dies direkt der Ansicht 
widersprechen, nach der CH* Bildung im Darme und Lösung 
der Cellulose in causaient Zusammenhänge stünden, wenn 
man nicht bedenken müsste, dass der Nachweis der Bildung 
von CH* viel leichter ist, als der der Lösung von Cellulose, 
’) Landwirtschaftliche Versuchsstationen, Bd. 21 und 24.
        

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