Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Metalbumin und Paralbumin: Ein Beitrag zur Chemie der Kystomflüssigkeiten
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16444/32/
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selten, daim ausgepresst und in Wasser » ing<»tragen Dabei 
löst sieh der Niederschlag zu einer etwas opalisenden Flüs¬ 
sigkeit. Von dieser. Flüssigkeit wird ein Theil direct mit 
der Tromm ersehen Probe auf Zucker, resp. reducirende 
Substanzen untersucht und zwar regelmässig mit negativem 
Erfolge. Ein anderer, ebenfalls kleiner Theil wird meh¬ 
rere Stunden mit Speichel digerirt und dann, ebenfalls mit 
T r o m m er’s Probe auf Zucker geprüft ; auch in diesem 
Falle wird das Resultat regelmässig (»in negatives. Der übrig 
gebliebene Theil der Flüssigkeit wird erst mit Essigsäure im 
Ueberschuss versetzt, von einem etwa entstandenen Nieder¬ 
schlage (Mucin?) abfiltrirt und endlich mit so viel Salzsäure 
versetzt, dass die Probe etwa 5% HCl enthält. Diese Probe 
wird nun in einem Probirröhrchen oder einem offenen Becher¬ 
glase im Wasserbade erwärmt, bis die mittlerweile etwas 
eoncentrirter gewordene FliissigKeit braun oder bei Gegen¬ 
wart von kleineren Mengen braungelb geworden ist. Nach 
dem Erkalten neutralisirt rn^in mit ziemlich eoncentrirter 
Lauge (damit die Verdünnung nicht zu stark werde) ; und 
macht nun wiederum die Trommersehe Probe. Bei Gegen¬ 
wart von Paralbumin oder Pseudomucin in der ursprüng¬ 
lichen Flüssigkeit erhält man unter diesen Verhältnissen stets 
î leine unzweifelhafte, mehr weniger reichliche Ausscheidung 
von Kupferoxydul. 
Nach diesem Verfahren habe ich das Paralbumin ohne 
Ausnahme in allen von mir untersuchten typischen Ovarial- 
fliissigkeiten nachweisen können, während ich bei Unter- v 
stiehung von gewöhnlichen Transsudaten stets negative 
Resultate erhielt. Nur einige Male habe ich auf diese Weise 
Paralbumin in Ascitesflüssigkoiton nachweisen können; aber 
in allen diesen Fällen fand sich auch eine Ovarialgeschwulst 
vor, welche einen Theil ihres Inhaltes in die Bauchhöhle 
ergossen hatte. 
In Uebereinstimmung mit Huppert habe ich also ein 
grosses Gewicht auf die Reduktionsprobe gelegt, und nach. 
meiner bisherigen Erfahrung würde’ich geneigt sein,, das 
Vorkommen von Paralbumin in den Fällen auszuschliessen,
        

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