Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Metalbumin und Paralbumin: Ein Beitrag zur Chemie der Kystomflüssigkeiten
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16444/19/
212 
I 
desshalb nicht unwichtig, wenn möglich, auch einige Elementar¬ 
analysen dieses Stoffes auszuführen. Die zu diesen Analysen 
verwendeton Präparate wurden nur aus solchen Flüssigkeiten 
dargestellt, welche ganz frei von Blutfarbstoff oder anderen 
färbenden Substanzen waren. Bei der Darstellung des Par¬ 
albumins aus solchen Flüssigkeiten verfuhr ich auf folgende 
Weise. Die Flüssigkeit wurde mit so viel Wasser verdünnt, 
dass sie, wenn auch langsam, flltrirt werden konnte; und 
darauf wurde das Filtrat mit einer unzureichenden Menge 
Alkohol gelallt. Der faserige Niederschlag wurde, wie oben 
für das Metalbumin angeben worden ist, behandelt, darauf 
wieder in Wasser gelöst, die Lösung tiltrirt, mit Alkohol 
gefällt und die Fällung mit Alkohol und Aether behandelt. 
Das so gewonnene, in Wasser lösliche, staubfeine, weisse 
Pulver wurde vor der Analyse mit warmem Alkohol und 
Aether erschöpft. 
Sämmtliche auf Paralbumin verarbeiteten Ovarialflüssig- 
keiten verhielten sich wie Sc her er sehe Paralbiuniiilösungeii. 
Das eine Mal gaben indessen die Flüssigkeiten eine stärkere, 
das andere Mal eine weniger reichliche Fällung mit Eiweiss- 
reagentien ; und da es von einem gewissen Interesse ist, die 
elementare Zusammensetzung des Paralbumins mit den quali¬ 
tativen Reactionen der analysirten Präparate zu vergleichen, 
muss ich bei jedem Präparate mit einigen Worten das Ver¬ 
halten der ursprünglichen Ovarialflüssigkeit wie auch der 
Lösung des gereinigten Paralbumins in einigen wichtigeren 
Beziehungen besprechen. Bevor ich zu dieser Besprechung 
der einzelnen Präparate übergeh«}, muss ich doch als etwas 
für sämmtliche Präparate Gemeinsames hervorheben, dass ich 
in keinem von ihnen Mucin, Eiweiss- oder Schleimpepton 
nachwcisen konnte. Das Kochen mit verdünnter Mineralsäure 
gab stets eine kräftig reducirende Substanz. 
Paralbumin 1. Die Ovarialflüssigkeit war dickflüssig, 
stark fadenziehend. Beim Erhitzen zum Sieden und Essig¬ 
säurezusatz wurde eine flockige, etwas faserige Fällung in 
einer opalisirenden, fast milchweissen Flüssigkeit erhalten 
Salzsäure oder Essigsäure mit Kaliumeisencyanür machten
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.