Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Metalbumin und Paralbumin: Ein Beitrag zur Chemie der Kystomflüssigkeiten
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16444/18/
dor mit Alkohol erzeugte Paralbuminniederschlag in Wasser zu 
einer opalisirenden Flüssigkeit sich löst, welche beim Kochen 
mit Säuren eine redudrende Substanz giebt. In dieser 
Beziehung stimmt also das Paralbumin mit dem Pseudomucin 
(Metalbumin) überein, was gewiss nicht ohne Interesse ist. 
Weitere Beiträge zur Gharakterisirung von dem Par¬ 
albumin habe ich in der Litteratur nicht gefunden; aber die 
schon jetzt angeführten Eigenschaften dieses Stoffes, mit 
’.denjenigen des Metalbumins verglichen, zeigen doch unzweifel¬ 
haft, dass beide Stoffe einige Eigenschaften gemeinsam haben, 
während sie in anderen Beziehungen verschieden sind. 
Wiedas Metalbumin giebt auch das Paralbumin schleimig 
zähe Lösungen, wenn auch die Zähigkeit bisweilen weniger 
stark als in den Metalbuminlösungcn ist. Von Alkohol .wird 
auch das Paralbumin als eine faserige, bisweilen grobflockige 
Masse gefällt, und diese Masse löst sich selbst nach längerer 
Zeit wenigstens zum grössten Theile in Wasser. Mit Säuren 
gekocht geben beide Stoffe eine reducirende Substanz. Die 
Unterschiede zwischen beiden Stötten bestehen hauptsächlich 
darin, dass beim Sieden, wie auch nach Zusatz von solchen 
Eiweissreagentien, welche die Metalbuminlösungcn nicht fällen, 
sondern nur milchig weiss oder opalisirend machen, in den 
Paralbuminlösungen wirkliche Niederschläge in einer .öpali- 
sirenden oder weissen Flüssigkeit entstehen. 
Dieser Vergleich des Paralbumins mit dein Metalbumin 
macht es schon im hohen Grade wahrscheinlich, dass das 
Paralbumin nur ein Gemenge von Pseudomucin (Metalbumin) 
mit wechselnden Mengen Eiweiss sei. Dass diese Auffassung 
in der That eine berechtigte ist, gebt tlicils aus der wech¬ 
selnden elementaren Zusammensetzung wie den damit wech¬ 
selnden Eigenschaften des Paralbumins und tlicils aus dein 
Umstande hervor, dass das Paralbumin, wie später gezeigt’ 
werden soll, aus Metalbumin (Pseudomucin) durch Verun¬ 
reinigung mit Eiweiss dargestellt werden kann. ; 
So weit mir bekannt, ist das Paralbumin bisher nur 
1 mal (von Hærlin1) analysirt worden, und es schien mir 
’) Chemisch»** P.enfrnlhlatt 1802.
        

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