Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Lehre vom Pepton, IV: Ueber die Verbreitung des Peptons im Thierkörper
Person:
Hofmeister, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16434/9/
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male zum Ausdruck 
Versuche amiclimcn 
mitgolhciltcn Zahlen 
sprechen. 
knmml. Ich glaube auf (Ji-und dieser 
zu dürfen, dass die' im Nachstehenden 
sehr annähernd der Wahrheit ent- 
3. Versuchsergebnisse. 
Das mir vorliegende Versuchsmaterial bezieht isicli auf 
15 in den verschiedensten Stadien der Verdauung getödlete 
Thiere. Ich halte es aber für unnöthig alle Versuche einzeln 
anzuführen, sondern will nur die bemerkenswert heren Ergeb¬ 
nisse hervorheben. Zunächst sei, um Wiederholungen vorZu-. 
beugen, erwähnt, dass bestimmte Organe stets peptonfrei 
gefunden wurden, nämlich die Nieren (7 mal untersucht),. die 
Mesenterialdrüsen (4 mal untersucht), das Mesenterium (4 mal 
untersucht), der Herzmuskel (5mal untersucht). Ueberdies 
erhielt ich bei vereinzelten Untersuchungen von Hirn, Extre- 
mitälenmuskeln und Lungen ein negatives Ergebniss. Auch 
in der Leber konnte trotz sorgfältigster Untersuchung in 
keinem Falle (unter 7 Versuchen) Pepton nachgewiesen werden. 
Doch waren die aus der Leber gewonnenen, Flüssigkeiten 
meist stärker gelb gefärbt, so dass Spuren von Pepton der 
Erkennung entgehen konnten. Irgend beachtenswert he Mengen 
aber enthält die Leber jedenfalls nicht. 
Hingegen wurde Pepton vorgefunden, wenn auch njchl 
mit gleicher Regelmässigkeit im Blute, in der Darmwand, in 
‘1er Milz und im Pancreas. Von den in den verschiedenen 
l Irgancn vorfmdlichen Peptonmengen und deren Abhängigkeit 
von dem Verlaufe der Verdauung dürften die nachstehend 
mitgetheilten 8 Versuche ein genügend klares-Bild liefern. 
Versuch I. Ein 5800 gr. schwerer IIund erhält nach 
24ständigem Hungern 275 gr. grobzerschnittenes Pferdefleisch. 
Zwei Stunden darnach wird er durch Verblutenlassen aus 
der Cruralis getödtet. Die gefundenen Peplonntengen sind 
aus nachstehender Tabelle ersichtlich; die angeführten Zahlen 
sind meist das Mittel aus 2, hin und wieder auch aus 3 
oder 4 colorimetrischen Bestimmungen. v
        

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