Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentelle Untersuchungen über die besten Methoden, Blei, Silber und Quecksilber bei Vergiftungen im thierischen Organismus nachzuweisen
Person:
Lehmann, Victor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16432/9/
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Salpetersäure erhallen ist, mit Natronlauge stärk alkalisch 
gemacht, dann in die Flüssigkeit (‘in Stück Aluminiumblech 
gelegt, an dem ein Platindraht befestigt ist. Das Blei scheidet 
sich auf dem Platin ab. Mayen ç on und Iler ge rot be¬ 
handeln dann den Platindraht mit Chlor (um Chlorblei 
zu bilden) und bereiten ihn auf einem feiichten Jodkaliüm- 
papier aus. 
Da aber, nach oben angeführten Versuchen, Schwefel¬ 
wasserstoff ein viel empfindlicheres Reagens auf Blei ist, als 
Jodkalium, und da man noch bei letzterem Befahl* läuft, 
diuch einen geringen Ueberschuss die Reaktion unsichtbar 
zu machen, so wurde das Blei in den folgenden Versuchen 
nicht als Jodblei, sondern als Schwefelblei nachgewiesen. 
Die von M a y e n ç o n und B e r g e r t angegebene Ein- * 
pfmdlichkeitsgrenze ist Diese Empfindlichkeitsgrenze 
konnte nicht erreicht werden, wenn das auf dem Platindrahte 
abgeschiedene Blei in Jodblei, wohl aber, wenn, es in Schwefel¬ 
blei übergeführt wurde. 
V ersuch 12. 
Es wurden 50 Ccm. Harn mit 1 mgr. Bleinitrat versetzt 
und mit Natronlauge stark alkalisch gemacht. Dann wurde 
•las Aluininium-Platinelement hineingelegt. Am anderen Tage 
wurde der Platindraht herausgenommen, mit destillirtèm 
Wasser gewaschen und mit Salpetersäure ausgekocht. Der 
Abdampfrückstand der salpetersauren Lösung wurde unter 
Zusatz von Natronlauge in Wasser gelöst und mit Schwefel¬ 
wasserstoffwasser verhetzt. Es wurden durch die quantitative 
Bestimmung 0,15 mgr. wiedergefunden. 
Versuch 13. 
180 Ccm. Harn wurden mit 1 mgr. Bleinitrat versetzt 
und wie im vorigen Versuche behandelt. Es wurden hier 
0,2 mgr. wiedergefunden. 
Wie aus den Versuchen hervorgeht, ist die Methode von 
Mayen çon und Bergeret, mit der angeführten Abänderung 
zwar zu gebrauchen, es werden aber nach dieser Methode 
nur etwa 15—20% des vorhandenen Bleis abgeschieden.
        

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