Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentelle Untersuchungen über die besten Methoden, Blei, Silber und Quecksilber bei Vergiftungen im thierischen Organismus nachzuweisen
Person:
Lehmann, Victor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16432/30/
30 
In das Rohr wird nun zuerst ein kleiner lockerer 
Asbestpfropf bis zum Beginn der Capillare geschoben, dann 
folgt eine 5 cm, lange, oberflächlich oxydirte Kupferdraht¬ 
spirale, dann das Metallpulver. Am weiten Ende ist das Rohr 
mit einem durchbohrten Pfropfen verschlossen, der ein 
Röhrchen enthält, welches mit einem Gasometer in Verbindung 
stellt, der einen Luftstrom liefert. Am kapillaren Ende befindet 
sich ein Wulst, um einen Kautschukschlauch anzubringen. 
Die Röhre wird mit ihrem weiten Theil in den Ver¬ 
brennungsofen geschoben. Zuerst wird die Stelle erhitzt, wo 
der Asbestpfropf und die Kupferspirale liegen, und so fort ein 
langsamer Luftstrom durchgeleitet. Ist die Spirale glühend 
geworden, so erhitzt man mit einem Brenner zwischen dem 
Metallpulver und dem weiten Ende des Rohres. Hierauf wird 
die Stelle, wo das Metallpulver liegt, 10—15 Minuten vor¬ 
sichtig erhitzt. Nun wird das Rohr so weit in den Verbren¬ 
nungsofen geschoben, dass auch die kugelförmige Erweiterung 
erhitzt wird, damit das dort condensirte Quecksilber in die 
Capillare geschafft werde. — Ist das Quecksilber in das Capil- 
larrohr überdestillirt, so wird das Erhitzen eingestellt, das 
Rohr aus dem Ofen genommen und zwischen dem weiten 
Theil und der kugelförmigen Erweiterung entzwei geschnitten. 
Ueber das capillare Ende wird ein Kautschukschlauch gezogen, 
der mit einem Aspirator in Verbindung steht. In die Kugel 
wird etwas Jod gebracht und erhitzt. Während das Jod ver¬ 
dampft, wird durch den Aspirator Luft durch die Röhre 
gesaugt. Es entsteht nun das Quecksilberjodid. Es soll durch 
diese Methode noch 0,1 mgr. HgCla in 500 Ccm. Harn naeli- 
gowiesen worden sein. An dieser Methode halte Ludwig 
selbst bald Folgendes auszusetzen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.