Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der synthetischen Prozesse im Thierkörper
Person:
Baumann, E. C. Preusse
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16420/11/
319 
t. 
G 34,80 
H 3,18 
Cu - 
4) Zersetzung 
(C»H»BjrSNOé)*Cu 
2. verlangt: 
- 35,16 V 
— ; 2,93 » 
10,27 10,32* 
des B r o m p h e n y 1 c y s tins 'du rc h 
* ■» 
Alkalien. ■ . ’ ■ 
Beim Kochen mit wässerigen fixen Alkalien werden das 
Bromphenylcyslin und die Bromphenylinereaptursäuro zer¬ 
setzt; als Spaltungsprodukte haben wir schon früher das 
Bromphenylmercaptan und Ammoniak nachgewiesen. Bei 
der Bromphenylmercaptursäure wird ausser diesen Produkten 
in Uebereinstimmung mit der Zersetzung durch Säuren noch 
Essigsäure gebildet. Ausser dem Bromphenylmercaptan und 
dem Ammoniak tritt bei der Zersetzung des Brompiienyl- 
cystins noch ein weiterer Körper auf, den wir bei unseren 
früheren Versuchen nicht haben isoliren können. Erst nach¬ 
dem wir mit grösseren Mengen von Substanz die Spaltungs¬ 
versuche ausführten, gelang es auch die Natur des letzten 
Zersetzungsproduktes des Bromphenylcystins aufzuklären. 
Der Stickstoffgehalt des Bromphenylcystins wird beim 
Erhitzen mit verdünnter Natronlauge vollständig in Form von 
Ammoniak entwickelt: 10 gr. Bromphenylcystin lieferten bei. 
der Destillation mit 300 Cc. normaler Natronlauge 0,570 gr. 
Ammoniak; der theoretischen Zersetzung würden 0,616 gr. 
Ammoniak entsprechen. 
Um das zweite Spaltungsprodukt, das Bromphenyl¬ 
mercaptan zu gewinnen, wird nach Vä-stündigem Kochen 
der Amidosäure mit verdünnter Natronlauge, Vnit Schwefel¬ 
säure angesäuert und abdestillirt. Das Bromphenylmercaptan 
geht ganz im Anfänge der Destillation mit Wasser überund 
scheidet sich theils in glänzenden Blättern, theils als farb¬ 
loses schweres Oel ab, das beim Erkalten krystallijiisch 
erstarrt. Die Analysen ergaben die Zusammensetzung des 
Bromphenylmircaptans. 
1) 0,209 gr. Substanz gaben 0,2862 gr. COa •== 37,58% G, 
0,0495 » IlaO = 2,63* II.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.