Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Einfluss diastatischer Fermente auf Stärke, Dextrin und Maltose
Person:
von Mering
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16409/6/
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in Traubenzucker gespalten und dieser dann sofort in Kohlen¬ 
säure und Alkohol verwandelt wird und so die Glucose dem 
Nachweise entgeht. 
Ueber den Einfluss von Hefewasser und 
Emulsin auf Maltose. 
Mehrere Versuche, in denen ich Hefewasser, sowie 
Emulsin auf Maltose einwirken liess, zeigten dass beide Fermente 
ohne Einfluss auf diese Zuckerart sind. 
Versuch IX. 
Eine Lösung von Maltose, welche + 24 drehte, wurde mit 
dem gleichen Volumen Hefewasser versetzt. Nach 20 stunden 
war die Ablenkung im Polarimeter unverändert. Diese 
geringe Abweichung in der Polarisation liegt innerhalb der 
gewöhnlichen Fehlerquellen der Methode. — Dass das ange¬ 
wandte Hefewasser wirksames Ferment enthielt, geht daraus 
hervor, dass eine Rohrzuckerlösung, welche + 12 drehte, nach 
Zusatz von gleichem Volumen Hefewasser nach 10 Stunden 
— 2 drehte. 
Versuch X. 
Eine Lösung von Maltose welche + 40 drehte, wurde 
auf Zusatz von 0,3 gr. frisch gefälltem Emulsin in 24 Stunden 
1 nicht verändert. 
Ueber die Wirkung von Speichel auf Maltose. 
Mu seul us und ich haben vor zwei Jahren den Nach¬ 
weis geliefert, dass aus Amylum durch Speichel neben Dextrin 
und Maltose geringe Mengen von Traubenzucker gebildet 
werden und hat diese Angabe kürzlich durch Külz1) ihre 
Bestätigung erfahren. Es schien mir nun nicht uninteressant 
den Einfluss des Speichels auf Maltose zu prüfen. 
Versuch XI. 
20 Cc. einer Maltoselösung, welche *+■ 40 drehte, wurde 
mit 20 Cc. filtrirten Mundspeichel zwei Stunden lang bei 
30—40* erwärmt, ohne dass sich ein Unterschied bezüglich 
') Külz, Pflüger’s Archiv Bd. XXIV, S. 84, 1881.
        

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