Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Herkunft des Hypoxanthins in den Organismen
Person:
Kossel, Albrecht
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16406/3/
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3 bis 4 Stunden einer kräftigen Pepsinverdauung bei 38° 
unterworfen. Der unverdaute Rest wurde anfangs mit Wasser, 
dann mit Alkohol ausgewaschen, zuletzt mit 95°/o Alkohol 
mehrmals ausgekocht. Die bei gewöhnlicher Temperatur 
getrocknete Substanz bildete ein Pulver von rein weisser 
Farbe. 
Drei in dieser Weise dargestellte Präparate von ähn¬ 
lichem Phosphorgehalt (7,12% ; 6,04% ; 6,49% P) wurden ver¬ 
einigt zu einer Mischung, welche als Präparat A. bezeichnet 
werden soll. 
Präparat B. war eine Mischung von zwei Präparaten, 
welche ich bei den ersten Versuchen zur Darstellung von 
Nuclem aus den rothen Blutkörperchen gewann. Da in diesen 
Fällen erst nach der geeigneten Darstellungsmethode gesucht 
werden musste, erhielt ich Substanzen, diç zersetzt waren 
und desshalb theilweise einen niedrigeren Phosphorgehalt 
zeigten (5,67%; 3,23% P) als die mit Alkohol ausgekochte 
Kernsubstanz (5,62% P). 
Die Zersetzung dieser Präparate und die Aufsuchung 
des Hypoxanthins in den stark sauren, wässerigen Lösungen 
wurden nach dem oben angegebenen Verfahren ausgeführt. 
In Procenten des Nucleins ausgedruckt ergaben sich 
folgende Werthe: 
Präparat 
A. B. 
Gesammt-Phosphorsäure (nach dem Veraschen 
mit Soda und Salpeter)...... 
In freiem Zustande abgespaltene Phosphor¬ 
säure ............ . 
20,5 11,1 
nicht 
bestimmt. 
Unlöslicher Theil d. Spaltungsprodukte (phos¬ 
phorhaltig) ..... 40,0 60,5 
Durch Alkohol fällbarer Theil der gelösten 
Produkte (enthielt etwas Baryt) . '. . . 20,6 16,8 
In Alkohol löslicher Theil (incl. Hypoxanthin) 19,3 13,0 
Verlusf . ' . . ... ... ... . 3,5 — 
Hypoxanthin 
100,0 
2,64 1,97
        

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