Bauhaus-Universität Weimar

Säuremenge in 100 Ce«. Harn 
äq. Ctgr. Oxalsäure. 
Zunahme. 
15. 
16. 
r ' •• •' 
Tag. 
Säure. 
Spec. Gew. 1025. 
Bemerkungen. 
1. 
32,8 
38,8 
Morgenharn derselben Person wie in Nr. 2. 
3 , 4., 28., 29. 
2. 
30,0 
38,4 
3. 
28,2 
— 
4. 
— 
31,2 
5. 
38,2 
32,8 
i •" * ■ 
6. 
— 
33,6 
7. 
— 
35,2 
8. 
— 
35,2 
Beides sind die Morgenharne derselben Person, von 
welcher auch die Harne 2., 3., 4., 28., 29 u. A. stammen. 
3ie zeigten ebenso wie die Harne 2., 3., 4. einen eigenthüm- 
lich aromatischen Geruch nach Cognac und sehr reichliche 
Pilzentwickelung. Der Harn 16 behielt seine saure Reaction 
vom 17. Juni bis 2. August, von welchem Tage ab er nicht 
weiter beobachtet wurde. 
Die vorübergehende Säurezunahme in Harn 28 (s. u.) 
liegt allerdings noch sehr nahe den Fehlergrenzen, So dass 
man Bedenken tragen könnte den Fall hierher zu zählen,' 
dagegen ist sie in Harn 29 sicher vorhanden. 
Knüpfen wir hieran gleich die Frage, worauf die Säure¬ 
zunahme in diesen und ähnlichen Fällen beruht, so ist es 
wahrscheinlich, dass sie von gährungsfahigen Substanzen, in 
erster Linie Zucker und Alkohol herrührt. 
Es ist hier nicht der Ort näher auf die Frage einzu¬ 
gehen, ob überhaupt und in welcher Menge Zucker im nor¬ 
malen Harn vorkommt. Soviel steht aber nach den Unter¬ 
suchungen von Seegen') fest, dass die Menge Von 0,1V» 
Zucker, welche sich nach der Ansicht von Brücke, Bence 
Jones, Kühne u. A. im normalen Harn findet, zu hoch 
ist. Külz*) vermochte aus 200 Liter Harn keinen Zucker darzu- 
*) Jahresber. f. Thierchemie 1871, S. 165. SiUungsber. d Wien. 
Akademie 1871, Bd. 64, II. 
*) Pflüger’s Archiv, Bd. XII.
        

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