Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die durch Phosphorwolframsäure fällbaren Substanzen des Harns
Person:
Hofmeister, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16401/8/
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der im Ham in Spuren vorhandenen Eiweissstoffe mit unzu¬ 
reichenden Mengen Bleizuckerlösungl) und versetzt das Filtrat, 
das völlig klar sein muss und mit Essigsäure und Ferro- 
cyankalium keine Trübung geben darf, mit ungefähr dem 
fünften Theile des Volumens concentrirter Essigsäure und 
fugt nun eine mit Essigsäure angesäuerte Lösung von phos¬ 
phorwolframsaurem Natron hinzu. Sofort oder in den ersten 
5 Minuten eintretende milchige Trübung deutet auf die 
Anwesenheit von Pepton hin. Dieselbe tritt schon auf, wenn 
der Peptongehalt etwas über 0,01% beträgt. Ist kein Pepton 
vorhanden, so bleibt der Harn, wie ich mich an zahlreichen 
von Gesunden und Kranken herröhrenden Proben überzeugen 
konnte, stundenlang, meistens tagelang völlig klar. Natürlich 
ist das Ausfallen der Reaction in positivem Sinne noch kein 
genügender Beweis, dass wirklich Pepton vorliegt und muss 
dies erst durch nähere Untersuchung erhärtet werden. Dennoch 
dürfte dieselbe als vorläufige Probe für die rasche Orientirung 
von Nutzen sein. 
*) Vergl. diese Zeitschrift, Bd. 4, S. 262. 
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