Bauhaus-Universität Weimar

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Phosphor ergaben. Sieht man von dem Präparat I ab, so 
sind die bisher gefundenen Zahlen folgende- 
Präp. Ill IV V VI VII 
Phosphor 
Prozenten. 3,28 3,55 3,94 3’3 3’95* 
Aussordem fand Loew in seinem Präparate 3,70#/o P. 
Ich glaube aus diesen immerhin annähernd überein¬ 
stimmenden Zahlen den Schluss ziehen zu dürfen, dass diese 
örper keine sehr bedeutenden Verunreinigungen enthielten, 
ass insbesondere die eiweissähnliche Substanz die bei der 
Zersetzung in so bedeutender Menge auftritt, wirklich als ein 
pa ungsprodukt und nicht als eine Verunreinigung des Nu¬ 
cleins zu betrachten ist. 
Wird die wässerige Lösung der Spaltungsprodukte durch 
Baryt von der Phosphorsäure befreit und mit Alkohol ver- 
setzt so werden peptonartige Körper gefällt, während das 
Aikoholcxlract Substanzen enthält, die in aimhoniakaliseher 
Losung durch Silbernitrat niedergeschlagen werden. In diesem 
Niederschlage ist Hypoxanthin enthalten und kann daraus 
leicht durch Umkrystallisircn aus heisser Salpetersäure als 
Silbermtratvcrbindung in reinem Zustande erhalten werden. 
Der . in dieser Weise gewonnene Körper enthielt nach 
einmaligem Umkrystallisircn 35,93% Ag, nach dreimaliger 
Behandlung mit heisser Salpetersäure 35,40% Ag, berechnet 
Oü,oU /O. 
Neben dem Hypoxanthin lässt sich noch Xanthin liach- 
weiscn. Wird die vom ausgeschiedenen Hypoxänthinsilbemitrat 
abnltnrte salpetersaure Lösung mit Ammoniak übersättigt, 
so bildet sich nach einiger Zeit in der lebhaft gelbgefärbten 
Lösung ein Niederschlag. 
Die quantitative Bestimmung des aus dem Nuclein 
abgespaltenen Hypoxanthins führte noch hicht zu überein-, 
s immenden Resultaten. Wurde der durch ammoniakalische 
Silberlosung gebildete Niederschlag (der vollkommen in warmer 
Salpetersäure löslich war) als Hypoxanthin-Silberoxyd in 
Rechnung gezogen, so ergab sich ein Procentgehalt von 2,03 . 
( râp. VI). Das Hypoxanthin stand in diesem Falle zur freien
        

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