Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Beiträge zur Theorie der Harnstoffbildung: Das Verhalten des Glycocoll etc. im Organismus (Zweiter Theil)
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16354/9/
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hinzutretende Atomcomplex von neu zerfallendem 
Eiweiss geliefert wird. Im ersten Fall musste der 
Harnstoff schwinden, im 2. Fall in der Sarkosinperiode die 
Stickstoffausscheidung höher sein, als die Summe des Stick¬ 
stoffs der Normalperiode und des im Sarkosin eingeführten N. 
Der Erfolg des Versuches zeigte, dass weder das Eine, noch 
das Andere eintrat, dass somit die Prämisse, die Bildung 
von Metylhydantoinsäure falsch war. 
Die Versuchsanordnung war folgende: Ein kleiner Hund 
wurde einige Tage mit 200 Cc. Milch und 70 gr. Brod 
gefüttert, bis die Harnstoffausscheidung einigermassen constant 
geworden war. Wahrend des eigentlichen Versuches, der 
0 Tage umfasst, erhielt der Hund stets dieselbe Milch und 
dasselbe Brod, beides in gefrorenem Zustand aufbewahrt. Die 0 
Versuchslage zerfallen in 3 Perioden von je 3 Tagen. In der 
3. Periode erhielt der Hund H gr. Sarkosin, je S gr. täglich. 
Der N- und S Behalt von Milch und Brod wurde festgestellt. 
Harn und Fæces wurden gesammelt, der N- und S- Gehalt 
der Entleerungen einer jeder Periode bestimmt; der Harn 
wurde zu dem Zweck gleichfalls in gefrorenem Zustand auf¬ 
bewahrt. Schwefelsäure und neutraler Schwefel wurden im 
Harn gesondert bestimmt. — Ich stelle zunächst das Endre¬ 
sultat dieses Versuches übersichtlich zusammen: 
Tabelle III. 
Einnahme in je 3 Tagen. 
1) Stickstoff. 
In 210 gr. Brod .......1.475 
In 000 (!c. Milch (verdünnt) . . . 6,204 gr. 
Zusammen . . 4,070 gr. 
2) Schwefel. 
In der Milch entsprechend. 1,404 gr. BaSO, 
Im Brod . . ... . . ' 1,101 — 
Zusammen . . 2,565 gr. Ba SO*. 
Ausgabe n. 
1) Stickstoff. 
1 Harn. 
Faeces, j 
Summe. 
Periode I . . . 
4,056 
0,697 ! 
4.756 
Periode 11. . . 
4,002 
0,697 ! 
4,759 
Periode 111 . . 
7,251 
1,247. 
8,498
        

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