Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Beiträge zur Theorie der Harnstoffbildung: Das Verhalten des Glycocoll etc. im Organismus (Zweiter Theil)
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16354/28/
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Ils wurden nur »Spuren eines in absolutem Alkohol unlöslichen 
Baryuiusiib.es erhalten. 
Das beim. Alanin* erhaltene Resultat.'ist. noch in anderer 
Be/.iehuujr von einer gewissen Bedeutung Für die Theorie der 
llarnstolîbfldung. In diesem Falle beträgt nämlich die |larh- 
stortVermehrung1 ohne Aenderung des Eiweisszertälles mehr 
als das Doppelte gegenüber den Normalperioden. Ich habe 
früher ausgeführt, dass eine »Steigerung-auf mehr als das 
Doppelte ohne vermehrten Eiweisszerläll nach Einführung 
von Ammonsalz durch die Cyansäuretheorie nicht mehr 
erklärt werden könnte. (Die Versuche mit Ammonsalzen, auch 
essigsauren] Ammon in dieser Richtung sind jedoch erfolglos 
geblieben). Lässt sich nun naehweisen, dass die Uramidosauren 
zuerst durch Oxydation in Amnionsalze übergehen'), und 
dann in Harnstoff, so würde also auch dieses Verhalten des 
Alanins ein sehr gewichtiges Argument gegen die Gyansäiire- 
theorie darstellen. Ausser diesem Wege des Üobergaiiges der 
Amidosäure in Harnstoff ist nun zunächst noch ein anderer 
denkbar. Man kann sich vorstellen, dass alle Amidosäuren 
sich gleiehnüissig verhalten, alle zuerst Uramidosäure.bilden, 
diese aber, je nach der Natur der Uramidosäure eine ver¬ 
schiedene Resistenz hat, bald sich unverändert erhält, bald 
in Harnstoff übergeht. Diese Voraussetzung lässt sieb direct 
durch Versuche prüfen. 
Für die Uramidosäthioiisäure habe ich schon früher 
gezeigt, dass sie, fertig eingegeben, (ten Körper des Kaninchens 
unverändert passirt, wenn es auch nicht gelang, die ganze 
Menge wiederzufinden. Wie verhält sich nun die Hydantoin- 
säuro als NatronsUlz eingegeben? Wird sie unverändert aüs- 
geschieden oder gebt sie in Harnstoff, über? Zur Entscheidung 
dieser Frage erhielt das Kaninchen in Per. VI an drei Tagen 
im Ganzen 5,757 gr. Ilydanloinsäure als Natriumsab. Aus 
dem Harn könnt»* nach dem oben angegebenen Versuche 
Hydantoinsäure in gut ausgebildeten Krystalleu erhalten 
werden. Das Silbersalz, durch Koclieu dei* Säure mit AgaÖ 
und Wasser erhalten, krystallisirte in warzigen Krystallaggre- 
\) Z.B: CH. . \H. . CH. . COUII + 0* = CO. + <:tl. , CUONH..
        

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