Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Principien der mechanischen Naturauffassung. Einleitung zur heutigen Physiologie, ein Cyclus von zehn Vorlesungen: I. Programm der Vorlesungen
Person:
Czermak, Johann N.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16316/8/
190 
Die Principien der mechanischen Naturauffassimg. 
wie gesagt, oline irgend einen Verlust oder Zuwachs erlitten zu haben, 
unversehrt, nur an einem anderen Orte und unter anderen Erschei¬ 
nungsformen wieder. 
Zur Begründung dieses, alle Naturvorgänge umfassenden Zusam¬ 
menhanges müssen natürlich alle irgendwo und irgendwie ins Spiel 
kommenden Kraftquantitäten in exacter Weise gemessen und mit ein¬ 
ander verglichen werden können. Und in der That ist es gelungen, 
ein solches allgemeines Blaass zu finden, seitdem man einen der 
grössten, ja vielleicht den grössten und folgenreichsten Fortschritt auf 
dem Gebiete der exacten Naturwissenschaft gemacht hat — ich meine, 
die Begründung der sogenannten m e c. h a n i s c h e n W ä r m e t h e o r i e 
und die Auffindung des mechanischen A e q u i v a 1 e n t s der 
Wärme. Von diesen beiden epochemachenden Errungenschaften 
werde ich mich gleichfalls bemühen, Ihnen eine allgemeine Vorstel¬ 
lung zu geben. Ohne die Entdeckung des mechanischen Aequivalents 
der Wärme und der mechanischen Wärmetheorie wäre das Gesetz von 
der Erhaltung der Kraft niemals aufgefunden worden, und ebenso 
wenig könnte ich meiner Aufgabe genügen. Ihnen das Verständniss 
dieses Gesetzes näher zu bringen, wollte ich nicht diese beiden Er¬ 
rungenschaften in den Kreis unserer Betrachtungen ziehen. 
Blit der vollendeten Darstellung und Erklärung des Gesetzes von 
der Erhaltung der Kraft nähern wir uns dem Abschluss des in unserem 
diesjährigen Vorlesuugscyclus zu behandelnden Themas: denn es 
erübrigt dann nur noch die Consequenzen zu entwickeln, welche sich 
im Geiste der mechanischen Weltanschauung aus diesem Gesetze für 
die Erforschung der Quellen der sogenannten Lebenskräfte 
ergeben.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.