Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Secret der Talgdrüsen der Vögel und sein Verhältniss zu den fetthaltigen Hautsecreten der Säugethiere, insbesondere der Milch
Person:
Jonge, D. de
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16291/9/
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21,79°/® statt 19,62°/« gefunden. Da eine hinreichende Menge 
(0,518 gnn.) zur Bestimmung vorhanden war, so kann dieser 
Mehrgehalt nicht auf Fehler in der Analyse zurückgeführt 
werden, sondern auf Verunreinigungen des Oelsauren Bleies 
durch Bleisalze niederer Fettsäuren, über deren Löslichkeit 
in Aether in der mir zugänglichen Littefatur nichts* ange¬ 
geben war. Aus den in Aether unlöslichen Pflastern wurden 
die Ireien Säuren dargestellt, in Aether gelöst und der 
Schmelzpunkt der beim Abdunsten des Aethers, zurückblei¬ 
benden Masse bestimmt; sie begann .bereits bei 32° zu' 
schmelzen, alle Theilehen waren indess erst .hei 60° geschmol¬ 
zen. So War es nicht möglich, die Mengenverhältnisse der 
Stearin- und Palmitinsäure zu bestimmen; dagegen lässt das 
bereits bei niederer Temperatur beginnende Schmelzen aiif 
das Vorkommen von Fettsäuren mit geringerem Kohlenstoft- 
gehalt (Laurostearin- und Myristinsäure V) sehliessen. 
Bei den folgenden Analysen wurden die niedereb Fett¬ 
säuren abdestillirl, ihr Vorhandensein durch den Geruch und 
die Fettaugen auf dem wässerigen Destillat erkannt, dies 
sofort mit Barytwasser versetzt, bis zum Verschwinden der 
Fettaugen gerührt, mit Kohlensäure neutralisirt, das gebil¬ 
dete Bariumcarbonat heiss abfiltrirt, das Filtrat bis fast zur 
Trockne eingedampft; die hier beim Erkalten entstehenden 
Ausscheidungen waren nicht krystallisirt ;\.wegen ihres.gerin¬ 
gen Gesammtgewichtes wurde ihr Bariuingohalt auf einmal 
bestimmt, bei der ersten Untersuchung wurde 29,2°/« Ba, 
bei der zweiten 30,9°/o, bei der dritten 29,85% gefunden, 
Wert he, die auf einen Gehalt an Caprin- und Caprylsäure 
deuten würden; da aber bei der ersten Bestimmung nur 
0,028 grm. Substanz, bei der zweiten nur 0,130 grm., bei 
der dritten 0,1655 grm. zur Verfügung war, so haben diese 
Resultate wenig Werth, zumal da sie durch geringe Beimi¬ 
schungen der höheren Fettsäuren beeinflusst werden konn¬ 
ten, die, wie bekannt, in Spuren immer in’s Destillat über¬ 
gehen. Bei der vierten Analyse handelte es sich um das 
Secret wilder Enten; hier waren die niederen Fettsäuren 
viel reichlicher vertreten, sie lieferten 0,35 gfni. Barytsalze
        

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