Bauhaus-Universität Weimar

Dir Lebern, Welche ZU (lrn beiden letzten Versuchen 
benutzt worden. warm vorher gefroren gewesen, daher der 
immens langsame Verlauf «1er Fäuluiss auch erklärlich. Je¬ 
denfalls ahrr lehrt uns ein Blick auf die Tabelle, dass es zur 
schnellen und reichlichen Bildung von Phenol und Indol des 
Luftzutritts bedürfe. 
5. lieber andere aromatische Fäulnissprödukte. 
Neben Phenol, Indol und Skatol kommen noch andorr 
iiroinalische Produkte bei der Fäuluiss vor, so haben II. und 
E. Salkowski1) in allorjüngster Zeit noch das Vorkommen 
von Plienolpropionsäuro constatât. Wie 111*. Prot. Baü- 
mann die Fronndliehkeil halte.mir mitzutheilen, ist es ihm 
schon vor einem Jahre gelungen, eine Säure bei der Fäuluiss 
zu gewinnen, die ihren physikalischen Eigenschaften nach 
(Flüchtigkeit, Sublimirbarkeit, Hustenreiz durch die stechenden 
Dämpfe) wohl als eine der Benzoesäure nahestehende Säure 
gedeutet werden musste, doch waren die Ausbeuten stets zu 
gering, um über deren Natur auf analytischem Wege sich ’ 
Klarheit zu verschallen. Da ich nun selbst stets mit sehn 
grossen Mengen von Fäulnissflüssigkeiten arbeitete, glaubte* ich 
die Frage nach der Natur dieser Säure entscheiden zu können, 
habe diese Versuche aber abgebrochen, seitdem Salkowski 
sich mit diesem Gegenstand beschäftigt hat. Doch muss ich 
dieses Umstandes erwähnen und zugleich das Verfahren, ’ 
Welches ich hierbei einschlug, des Weitern besprechen, weil 
ich einige Male auf einen bisher noch unbekannten violetten 
Farbstoff stiess. ‘ 
Nachdem Indol und Phenol mittelst Destillation • mit 
Essigsäure entfernt, wird der Rückstand mit Schwefelsäure 
angesäuert, filtrirt und mit Aether geschüttelt, der Aether- 
rückstand mit kohlensaurem Kalk neutralisât und dann mit 
Eisenchlorid gefällt, der abtiltrirte und sorgsam ausgewaschene 
Niederschlag in Wasser und Schwefelsäure gelöst und mit 
Aether geschüttelt; beim Verdunsten des Aethers hinterblieb 
nun ein harziger Rücktand aus dem zuweilen Krystalle dann 
Bei*. <1. (1. ehern. Ges, 12. |>. 107. 
Zcitschr. 1. phyaiol. III. 
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