Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Umwandlung von Stärke und Glycogen durch Diastas, Speichel, Pancreas- und Leberferment
Person:
Musculus von Mering
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16268/12/
Wasser gelöst. Dir Lösung drehte 4- 12 und wurden 10 
Fehling durch 1,2 Gc. Lösung entfärbt. Der Rotation nach, 
hülle die Lösung 0,0% und der Reduction nach 2,1% Mal- 
l<»-e rtilhallen, oder der Kotulion nach wären in der Lösung 
2.5".. und der Reduction nach ungefähr 1,0% Trau¬ 
benzucker gewesen. Die Lösung enthielt demnach eine 
Mischung von Maltose und Traubenzucker. Aus dieser 
.Mischung gelang es beinahe 0,20 gr. reinen Traubenzucker 
abzuscheiden. 
Vorstehender Versuch wurde mit 50 gr. Glycogen wie¬ 
derholt. Da dieser Versuch genau dasselbe Resultat ergab, 
so wollen wir denselben hier nicht ausführlich schildern. 
Ver such IV. 
20 gr. Glycogen wurden mit 1 gr. Diastas 2 Stunden 
lang hei öO -70" erwärmt. Das Keduelionsvermügen betrug 
nun 25. Hierauf wurde die Lösung . 12 Stunden lang im 
Laboratorium bei gewöhnlicher Temporatur stehen gelassen. 
Das Reduction.-vermögen betrug jetzt 30,5. 
I lurch fraclionirle Fällung mit Aether aus der alkoholischen 
Lösung der ehigedampften Flüssigkeit gelang es uns, .Mallose 
in kry-luHisirlen Zustande, zu erhallen. Gleichzeitig konnten 
wir Traubenzucker in ganz geringer Menge nach weisen. Des¬ 
gleichen erhielten wir ein reducireudes Dextrin. 
Während das Dextrin, welches aus Stärke durch Diastas 
oder Speichel gewonnen wurde, eine sehr hygroskopische, leicht 
zerHies-dielieMasse darstellt, ist das Dextrin, welches aus Gly¬ 
cogen durch die genannten Fermente erhallen wurde, ein schön 
weis ses, lull beständiges Pulver. Das Deduct ionsvermögen der 
Glycogen-Dextrine schwankte zwischen 3 und 19. Das ge¬ 
ringste R.-V. der Amyluin-Rcxlrine betrug dagegen 11—12. 
Das Dextrin, welches wir erhielten, W4um Amylum mit Diastas 
oder Speichel ein R.-V. von 37 zeigte, wurde durch Diastas oder 
Speichel in mehreren Stunden verändert, das Dextrin dagegen, 
welches wir gewannen, wenn Glycogen durch Diastas oder 
Speichel ein R.-V. von 37 zeigte, wurde durch die genannten 
Fermente in mehreren Stunden nicht verändert. Diese That-
        

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