Bauhaus-Universität Weimar

Ueber die Gallensäüren der menschlichen Galle. 
Vorläufig* Mittli**ilunchen Cholalsänren entsprechende Körper heiiu 
Menschen übefhaupf| noch nicht kryslallinisch abgeschieden 
wuiden. Au,! Herrn Professor Iloppe-Sey ler’s Anregung 
habe ich desshalb die menschliche Halle in dieser Beziehung 
einer Bearbeitung unlerworfen, deren hauptsächliche ’Resultate' 
(legenstand dieser vorläntigenMitthejliing sein sollen. 
Uie zu verarbeit enden (lallen wurden bei den Sectioucii 
sofort in Alkohol aulgelangen. I„ der Darstellung befolgte 
K h '( Janzen die von Strecker ‘) angegebene Methode: 
das Alkoholexiraet wurde mit Aether gefällt, der .Nieder¬ 
schlag mit hoissgesältiglem Baryt vvasser anhaltend gekocht: 
durch Einleiten von Kohlensäure fällte ich den überschüssigen 
Paid, lillrirte, wusch mit. sehr viel Wasser aus und dampfte 
endlich das filtrat ein. Der so erhaltene cholalsäure llaryl 
wurde mit Salzsäure zersetzt, wobei die Cholalsaure als 
harzartige, braune Masse ausliel, die nach einigen Tagen 
liait winde, aber nicht krystallisirte. Die Analysen dieser 
Cholalsäure und des aut diesem Wege erhaltenen Rarytsal/os 
gaben unbrauchbare Desullate; offenbar enthielten die Sub¬ 
stanzen noch zu viel Verunreinigungen. Es wurde desshalb 
die Cholalsäure nochmals mit mein fach gereinigtem Daryt- 
hydral gekocht und durch Eindampfen der ablillrirten Eö- 
Hung ein in schillernden Krystallptättclien sieb absetzender 
( holal.siurer Baryt als Material zu mehreren Analysen gc- 
wonmm. Eine .ander»? Portion (lalle behandelte idi ganz 
ebenso, zersetzte aber zum Schluss das Parytsalz noch cin- 
I A. M reck er. t id'Tsiiclimigcii filier die cliemisclie «äoi-Cfu- 
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