Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung des Wassers und ihre Beziehung zu den fermentativen Spaltungen
Person:
Munk, Immanuel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16236/4/
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wenig darüber (IV»'“) <»rliüH man eine last klare. gelb g,.. 
tarbte Flüssigkeit, dic schwach sauer veagirt und alkali» In 
Kupferlüsimg J»i‘i n lässigem Erwärmen reducirt. Mil Alkalm! 
gibt sie einen ziemlich reichlichen. weissen Niederschlag-. dit 
in Wasser sich klar lös!, mit Jod licfroth färbt, reducirrml. 
Eigenschaften nicht zeigt, woldäiber nach dein Kochen inj! 
verdünnter Schwefelsäure, also ollenbar Erythrodextrin jsl. 
Das alkoholische Filtrai, nach Verjagen des Alkohol mit 
Wasser aiifgenomimn, redlich! reichlich und geht, mit au> 
waschener Bierhefe versetzt, hinnen Kurzem in (Jälimng 
über: das gebildete (las wird von Kalilauge absorbirl. M 
also E> entstellt somit bei längerem Erhitzen ;.hnf 
etwa 110“ (1. neben Dextrin schon Traubenzucker, doch id 
das Dextrin quantitativ noch vorherrschend. Je höher man 
erhitzt, desto mehr nimmt die durch Alkohol bewirkte Fäll¬ 
ung ab. Hei mehrstündigem Erhitzen auf 150—100“ erhält 
inan mit Alkohol kaum noch eine Trübung. Durch Wasser 
von etwa Din“ kommt also die vollständige l nisctziüig des 
Amylum resp. Dextrin zu Traubenzucker zu Stande. 
Der aus Kohlehydraten bei der fermentativen Spaltung 
gebildete Zucker ist meist Traubenzucker; bevor wir die 
Versuche fort setzt en, war daher die’ Vorfrage4 zu erledigen, 
bis zu welcher Temperatur Traubenzucker mit Wasser 
erhitzt .werden kann, ohne seine charakteristischen Eigen¬ 
schaften, die zu seinem Nachweis benutzt werden, zu ver¬ 
lieren. Traubenzucker scheidet bekanntlich schon bei inäs- 
sigeiu Erwärmen aus alkalischer Kupferlösung Oxydul ab, 
reducirt Wismuthoxyd u. s. w., dreht die Polarisai ionsebenc 
stark nach rechts und geht mit liefe schnell unter CO2- 
Dildung die alkoholische (Jährung ein. Die llechtsdrehung 
tier Polarisationsebene erwies sich für uns zum Nachweis 
nicht recht brauchbar, und zwar ganz, davon abgesehen, dass 
auch aitden* Kohlehydrate (Dextrin, (Jlykogen) die Ebene de* 
polarisirten Lichtstrahls, wenn auch in vom Traubenzucker 
dinerenter Intensität, nach rechts ablenkon, deshalb, weil 
Zuckerlösungen beim Erhitzen auf 1ÔO" und darüber auch 
ohne Zusatz von Alkalien sich stark bräunen und dann für
        

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