Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Mittel zur Säurebildung im Organismus, und über einige Verhältnisse des Blutserums
Person:
Maly, Richard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16224/1/
Untersuchungen Uber die Mittel zur Säurebildung im Organismus. 
und 
Uber einige Verhältnisse des Blutserums 
v«»n Pn»r. Richard Maly in Graz. . 
(Dor Redaction zngegausen am 2*. Juli 1877.) 
Dio Frage, wodurch die so auffallende und ungloich- 
Vortheilmig von Säure und Alkali in don ÿfâss^koilo^ 
dts thierisehen Organismus bewirkt worden könnte, hat midi 
lnehrtäch beschäftigt, „ml ein Tlioil dfeet* Studien ist in 
jnoinor Abhandlung über die Magensaftsäuro^) niedorgehgl 
Ks hat sich gezeigt, dass Milchsäure schon in Verdünnter 
Lösung aus Chloriden Salzsäure frei macht und hei gewöhn¬ 
licher Temperatur; ferner dass in der Regel einige Zeit, 
nachdem ein Thier Magensaft abgesondert hat, dasselbe 
. componshvnd einen säureärmeren Harn secernirt. Da jedoch 
im nüchternen Magen ohne Milchsäurematerial Magensalt¬ 
säure, also Salzsäure, produeirl wird, so ist der l>o/oiehnele 
■ Process vielleicht für dysppptischc Zustände aber gerade für 
die normalen Verhältnisse nicht in Anspruch zu nehmen. 
Ls mussten also neue Gesichtspunkte gewonnen werden, 
und es lag nahe, dt*n Gegenstand allgemeiner zu fassen. 
Wotil isl die Salzsäure des Magensaftes wenigstens hei den 
höheren Thieren das hervorragendste Beispiel einer Säurt- 
hilduug, aber, nicht das einzige : es sind ausser dem Magen- 
salt noch sauer der Harn hei animalischer Nahrung, der 
N h\\ei», häufig die Milch. \pn diesen Flüssigkeiten sind 
di«* alkalischen Säfte - Hliil und Lymphe — die Mutter¬ 
substanzen , und die Chemie hat also die Aufgabe, zu er¬ 
kläre! , wie so derlei zu Stande kommen kann. 
Am bedeutendsten scheinen die Schwierigkeiten heim 
Magensäfte, dessen Säurenatur als Safeiuro nicht mehr zu 
biehjg’s Annalen 17.!. 227. ,j 
1
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.