Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Vorgang der Harnstoffbildung im Thierkörper und den Einfluss der Ammoniaksalze auf denselben
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16215/39/
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halten* sein, diesej* aber nach Analogie des vorigen Versuchs 
mindestens 3,.j Ce *io Normalsäure entsprechendes Am¬ 
moniak liefern müssen, wahrscheinlich aber mehr1; da erst 
nach 1 Tagen titrirt wurde. Im (Jan/.en sind dagegen inicl. 
des präformirten XU3 nur 0,(> Cc (io Normalsäure verbraucht. 
Weiterhin ging beim Schütteln des mit Schwefelsäure, unge¬ 
säuerten Harns mit Aether eine ansehnliche Menge Säure 
in diesen über, wenn auch nicht ebensoviel,. wie bii der 
Destillation; »las Açetamid wird also nicht vollständig unver¬ 
ändert ausgeschieden, ein grosser Theil sicher zersetzt. 
Nach Einspritzungen von neutralem äpfelsauren Ammo¬ 
niak — 5,5 Grm, in (» Tagen — wurde gleichfalls nicht mehr 
Ammoniak entleert, wie normal, nämli'ch 0,0153 NH» : in 
:! Tagen„ Damit ist gleichzeitig entschieden, dass der Harn 
klein Malamid enthält, denn Malamid wirtl ebenso durch valk- 
* milch zersetzt, wie Acetamid, Zum iJèlegé diene folgender 
Versuch. Grosses Kaninchen mit Weiz^nlütterung. Ilarn 
von 3 Tagen IG. 17. IS/« 73 auf 200 Gc verdünnt, stark 
sauer, enthielt 0,0153 Nlb. An zwei folgenden Tagen je 
•1 Gramm Malamid (gut krystallisirt und völlig rein). Harn 
von diesen beiden und an den nächstfolgenden Tagen ( 19.; 20. 
21 « 73) stark sauer. Die Ammoniakbestimmung misslungen, 
Weil die in demAppUrat gebrachten 2 Ge Norhialsäure über¬ 
sättigt sind. . Ein grösserer Theit des Harns eingedampft, mit-' 
; Alkohol extrahirt, der alkoholische Auszug mit Kohle entfärbt, 
eingedampft mit Wasser auf 20 Ce. Mît dem Soleil-Venty.ke- 
schen Apparat zeigt die Lösung Linksdrehung entsprechend 
3,5° 0 Eiweiss. Aus den eingedampften Auszug kryställifsi.rtc 
beim wochenlangen Stehen Malamid in. ausgezeichnet schönen 
Krystallen aus. Ob alles Malamid unvermindert ausgeschieden, * 
ist freilich eine Frage, die nicht leicht zu ^beantworten sein 
wird. Ausserdem fehlt in diesem Versuch^auch eine NII3- 
, Bestimmung mit Platinchlorid. Der grössere Theil »heiser 
Versuche ist schon vor langen Jahren angèstellt und musste 
wohl noch nach mehreren Richtungen ergänzt werden. - Die 
bezüglichen Versuche sind bereits rin Gange. — Jedenfalls 
sieht soviel fest, »lass die beiden untersuchten Ammoniak-
        

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