Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Vorgang der Harnstoffbildung im Thierkörper und den Einfluss der Ammoniaksalze auf denselben
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16215/16/
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empfiehlt, jedoch aus einem anderen Grunde. Unter die 
angegebene1 Menge von 15—20 0. auf 1 Liter Chlorbaryum- 
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lösung wird man indessen nicht herabgehen können, da siel» 
bei dem Erhitzen des Harns mit «1er Lösung stetig etwas 
Saure bildet und die Mischung doch neutralisirt werden 
könnte. Für sehr concentrate Harne* wird dieser Zusatz 
vielleicht noch etwasr erhöht werden müssen. Jedenfalls 
darf das Glasrohr nach dem Erhitzen, nicht angegriffen 
erscheinen; ist dieses in irgend erheblichem Grunde der Fall, 
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so ; muss man die Bestimmung verwerfen. Was die sonstige 
Schwierigkeiten betrifft, auf die P. gestossen, so die Einwirkung 
der Flammengase beim Zuschmelzen, so lassen sie sich recht 
wohl vermeiden. 
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)1) Die Bestimmung des Chloride geschah nach dem 
Schmelzen mit Salpeter., Ich fand es zweckmassig, den Harn 
zuerst mit reinem Na2 GO3 stark alkalisch zu machen und 
einzudampfen, dann erst den Rückstand mit Salpeter zu 
mischen. Man kommt uso viel schneller zum Ziel, als wenn 
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man von vornherein Salpeter zusetzl. Bei einem Harn, der 
viel Chlorammonium enthalt, ist es sogar absolut nothwendig, 
vor dein Erhitzen mit Salpeter alles Ammoniak durch Ab¬ 
dampfen mit Alkali zu erdfernen, sonst erleidet man. leicht. 
Verluste durch Verflüchtigung von NIL Gl. Uebrigens muss 
içh bemerken, dass cs mir geschienen Hat, als ob die! grosse 
Quantität von Salpeter die Erkennung der Endreaktion er¬ 
heblich erschwert und stört,. 
-1) Bezüglich der S-Bestimmung habe ich meinen frü¬ 
heren wiederholten Bemerkungen nichts hinzuzusetzen, ausser 
dass auch dabei der Harn zuerst stark mit Na2 CO3 alkalisch' 
gemacht und eingedampft wurde. Man [beugt auf diesem Weg 
gleichzeitig einer etwaigen Zersetzung von Sulfocyansäure (,) 
vor. Der erhaltene schwefelsaure, Baryt,. der sich durch 
lange fortgesetztes Waschen, mit zeit weiser intercurrente Säure¬ 
behandlung auf dem Filter, völlig von Chloriden befreien 
lässt, wurde wie unter 2) erörtert, behandelt. 
‘) Vgl. «lie Arbeit von J. Munk. Virch. Arch. B«J. f»9.
        

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