Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Vorgang der Harnstoffbildung im Thierkörper und den Einfluss der Ammoniaksalze auf denselben
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16215/11/
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das Vcrhaltniss zwischen Ilatnstoff und Sdiwéftdaussclleidung 
im Ilarn bjisirt. Liess sieh durch eine bestimmte Fütterung 
ein annähernd constantes Verhältniss zxvisclien diesen beiden , 
Werthen hcjrbciführen, änderte sieh dassellm in entsprechender 
Weise bei Zufuhr von Ammoniaksalzen und ging nach, der¬ 
selben wieder auf den früheren Werth zurück, so war damit 
die Harnst ollbiIdung ! i 1ii Wesentlichen bewiesen; Gleichjzeitig 
wjar es nothwendig, die Thicre auf, eine möglichst niedrige 
1 iLrnstoffausscheidung zu bringen, damit der Zuwachs in 
Folge der Ammoniakfütterung einen möglichst grossen Bruch- 
theit der vorherigen Menge darstelle. Bei der Wahl der 
Nahrung war von vornherein auf eine stark « alkalische » 
Beschaffenheit derselben Bedacht zu nehmen, damit, falls ein 
üebergang von MV in ür stattfand, die Wirkung der bei 
der Spaltung des Salmiak auflretenden Salzsäure m< »glichst 
gering auslalle. Ich wählte Kartoffeln, die von der Mehrzähl 
der Kaninchen längere Zeit hindurch als ausschliessliche 
Nahrung genommen, von einigen allerdings auch bald retusirt 
wurden; cs blieb dann nichts übrig, als vop der Benutzung 
derselben Abstand zu nahmen. Die Kaninchen erluelten 
täglich die Kartottelu ■ zugewogen und zwar »'ib des Körper¬ 
gewichtes auf eine runde Zahl abgerundet, anfangs mit cei 
Sehaale, später ohne dieselbe. Etwa nach, IO—)- lagen 
dieser Fütterung, wobei an den letzten Tagen täglich So 
Wasser mit der Schlundsonde eingeführt wurde, wird daä Ver¬ 
hältniss zwischen S und N im Harn bei ein und demselben 
Thier constant und gleichzeitig ist meistens die Ur-Ausschei- 
dung soweit gesunken, dass man mit dem Versuch beginnen 
kann. Doch hängt es natürlich von der trüberen Ernährung 
des Thieres ab, wie weit sie sinkt. Ich will nicht behaupten, 
dass die KartotTelfütterunfe atl;en Ansprüchen genügt ; im 
Gcgentlieil — ich habe selbst oft genug ihrej Ünvollkomjnen- 
heit empfunden. In den Perioden der Salmiakfütterung 
wurde die Tagesportion nur selten vollständig gefressen, 
doch hängt die mangelnde Fresslust sicher \on dem.durch 
den Salmiak erzeugten Magenkatarrh ab 
und wenn die Thiere 
sich auch in diesem Zustand zur Anfnahmi* eines anderen Fptters
        

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