Bauhaus-Universität Weimar

LX VI. 
lieber den Kehlkopfspiegel. 
f Winter ftfedkinfsehe Wochenschrift, Nr. In, 27. Miirz 1838.] 
1. 
Manuel Garcia1' liât, wie cs scheint der Erste, einen kleinen, 
an einem langen passend gebogenen Draht befestigten Spiegel ange¬ 
wendet, um den Kehlkopf bei lebenden Menschen zu untersuchen. 
Später hat Hr. Prim. Dr. Türck in Wien Versuche mit diesem ein¬ 
fachen Instrumente auf seiner Abtheilung gemacht. 
Vor Kurzem endlich habe ich mich mit dem Kehlkopfspiegel Herr 
Dr. Türck hatte*die Düte, mir mehrere derselben zur Verfügung zu 
stellen, wofür teil ihm hiermit öffentlich danke , allerdings nur zu 
physiologischen Zwecken zu beschäftigen angefangen: cs hat sich Inh¬ 
aber sofort die Ueberzeugung aufgedrängt, dass dieses simple Instru¬ 
ment für den Arzt — namentlich für den Syphilidologen — von einer 
ähnlichen und vielleicht noch grösseren Bedeutung und Wichtigkeit 
werden müsse, als z. B. der Mutter Spiegel. 
Man wird es daher wohl gerechtfertigt finden, wenn ich — ob¬ 
schon selbst dem praktischen Berufe fernstehend — die Aufmerksam¬ 
keit der Praktiker durch vorliegende Zeilen auf Garcia's Spiegel lenke, 
und damit das von Einzelnen vielleicht schon längst hie und da ange¬ 
wendete Instrument zur allgemeinsten und ausgedehntesten Benützung 
empfehle, da es bisher Niemandem einfiel, dies zu thun. 
Der anzuwendende Spiegel, welcher mehrere Quadratcentiineter 
Fläche und eine länglich viereckige Gestalt hat, darf nicht zu dick sein 
und muss eine möglichst schmale Fassung haben. 
Man bringt denselben an einer langen Handhabe so tief in den 
weitgeöffneten Mund ein, dass sein unterer Rand an die hintere Kaehen- 
1 Observations on the Human Voice. By M. Garcia, Esqu. im Philosophical 
Magazine and Journal of Scieneh. 1855. Vol. X, p. 218. 
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