Bauhaus-Universität Weimar

536 
Der Kehlkopfspiegel. 
hanges zwischen Accommodation und Convergenzwinkel der Sehaxen 
und kann mir durch grosse Uebung und Anstrengung oder durch eine 
künstliche Correction der Accommodation vermittelst passender Zer- 
streuungs- oder Sammellinsen überwunden werden 1 ). 
Das Stereoskopiren mit dem Mikrostereoskop ist nun einfach jener 
specielle Fall dieses freien stereoskopischen Sehens mit künstlicher, 
optischer Correction., hei welchem der Durchkreuzungspunkt der Seh¬ 
axen weit hinter der 'knapp vor den Augen befindlichen; Bildebene 
liegt. während die Augen ohne ihren Accommodationszustaud ändern 
zu müssen, durch die Vorgesetzten Loupen die in unmittelbarster Nähe 
befindlichen winzig kleinen Bilder deutlich und stark vergrössert wahr¬ 
nehmen. 
Die Vergrüsserung der stereoskopischen Ansicht erscheint übrigens 
um so bedeutender, je kleiner der Convergenzwinkel der Augenaxen 
wird, unter welchem die Combination der Einzelbilder stattfindet. « 
VIII. 
Physiologische Beobachtungen. 
Dieser Abschnitt, enthält meine im April 1S5S 1. c. Nr. 4 publi- 
cirten autolaryngoskopischen Untersuchungen2. und Abbildungen 
(Taf. 23 durch welche Garcia’s Angaben im Allgemeinen bestätigt 
und erweitert wurden. Namentlich : 
1. Das auffallend weite Offenstehen der Glottis heim ruhigen 
Athnien : 
2. Die überraschend freien und raschen Bewegungen der Arytae- 
noid-Knorpel. wenn die Glottis zum Tönen verengt oder zum Athmen 
geöffnet werden soll : 
3. Die Verschiedenheit der Stellung des Kehldeckels und seines 
Abstandes von den Arytaencid-Knorpeln hei den verschiedenen Vo- 
calen. hei sonoren Brust- und hei den Falsetttönen, und 
1 Vgl. Paxum : Physiologische Untersuchungen über das Sehen mit zwei 
Augen. Kiel 1S5S, S. 2. 
2 Den § IV derselben über »die sogenannten Kehlkopflaute. (gutturales verae,« 
habe ich hier wegen der geringen praktischen Bedeutung dieses Gegenstandes bis 
auf einige Bemerkungen über die Flüsterstimme 's. unten § 3; weggelassen. 
jDiese weggelassenen Stellen wurden hier wieder eingesetzt. Anm. d. Her¬ 
ausgebers.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.