Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den schallerzeugenden Apparat von Crotalus
Person:
Czermak, Johann N.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16180/9/
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Ueber den schallerzeugenden Apparat von Crotalus. 
Erklärung der Abbildungen. 
Tafel 20. 
Die Abbildungen sind in natürlicher Grösse von einem meiner Zuhörer, Herrn 
stud, pharm. Jon. Tschopp, dem icli hiermit für seine freundliche Unterstützung 
öffentlich Dank sage, ausgeführt ; nur die halbschematische Darstellung Fig. 8 
habe ich selbst entworfen. 
Fig. 1. A die letzten freien Schwanzwirbel mit dem »Endkörper der Wirbel¬ 
säule«, von der rechten Seite; II der »Endkörper« von oben; C der »Endkörper« 
von unten ; D nach vorn gekehrte Basis des »Endkörpers«; E senkrechter Durch¬ 
schnitt des »Endkörpers« in der Mittelebene. 
Fig. 2. Schwanzende eines Crotalus, sammt Klapper, an der das letzte 
Glied zerbrochen ist, von der rechten Seite gesehen. 
Fig. 3. Schwänzende eines Crotalus nacli Entfernung der Klapper, von 
unten. Man sieht die den »Endkörper« überkleidende Hautverdickung, an welcher 
die Klapper durch das jüngste Glied befestigt war. Die beiden (drei?) letzten 
Schwanzschienen sind in einzelne Schuppen zerfallen. 
Fig. 4. A — II die einzelnen Glieder einer zerlegten Klapper, von der linken 
Seite gesehen. A ältestes oder Endglied u. s. w. . . . F' und F" stellen das Glied 
F von den schmalen Seiten dar, F' von der Bauch-, I" von der Kückenseite. 
Fig. 5 und ü. Natürliche Lagerung der Glieder einer am Basalgliede gefass¬ 
ten frei in horizontaler Richtung gehaltenen Klapper — wenn der Dorsalrand 
nach aufwärts gekehrt wird (Fig. 5), und wenn der Bauchrand nach oben sieht 
Fig. 6). 
Fig. T. Ein Stück einer von der linken Seite aufgebrochenen Klapper, um die 
dreifache Ineinanderschaclitelung der Glieder zu zeigen. 
Man sieht deutlich, wie die erste Ausbuchtung des Gliedes (3) die zweite 
Ausbuchtung des Gliedes (2) umschliesst, und dass in diese letztere noch das 
Ende des Gliedes (1) hineinragt. In gleicher Weise sieht man die Glieder 2, 3 
und 4 in einander gefügt. 
Fig. 8. Schematische Darstellung des Schwanzendes sammt Klapper. Man 
sieht das letzte Stück der Schwanzwirbelsäule und den Endkörper. Die Musku¬ 
latur, welche nur bis an den Endkörper reicht und somit nur den weiss gelassenen 
Kaum auf der Wirbelsäule und zwischen dieser und der schattirten Haut ein¬ 
nimmt, ist weggelassen. Die Haut, an der Schattirung und ihren sägeförmigen 
Schuppen kenntlich, bildet, ehe sie an den Endkörper als stark verdickter Ueber- 
zug unmittelbar festwächst, einen tiefen ringförmigen Falz (a, a , der von den 
letzten Schuppen bedeckt ist. Die Klapper besteht aus 10 Gliedern, deren erstes 
und jüngstes als kappenförmiger, in diesem Falle genau anliegender Ueberzug 
auf der Hautanschwellung des Endkörpers aufsitzt und die ganze Klapper trägt 
und an das Schwanzende befestigt. Die dreifache Ineinanderschaclitelung der 
Glieder der Klapper ist klar.
        

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