Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes. 
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gmd des llaumsinnes und zwar so, dass der Exponent 
des F ein lie its grades näher der Einheit steht, als der 
Exponent der Ausdehnung'). 
Auf die in den Tabellen IV und V mitgetheilten Zahlen und die 
mit denselben angestellten Berechnungen lege ich übrigens kein allzu¬ 
grosses Gewicht, denn erstens sind die Unterschiede, um welche es 
sicli hier handelt, meist so gering, dass es überhaupt fraglich er¬ 
scheinen kann, ob solche Bestimmungen bei der Unsicherheit der 
Wahrnehmung, welche durch Spannung der Haut noch vergrössert zu 
werden scheint, und bei der Menge der Fehlerquellen möglich sind? 
und dann ist die Anzahl der von mir gemachten Messungen noch viel 
zu gering, um aus derselben allgemeinere licsultatc abzuleiten. 
Nichtsdestoweniger glaube ich aber durch die folgende Erwä¬ 
gung berechtigt zu sein, das oben formulirte Gesetz doch schon jetzt 
für ziemlich begründet zu halten. Gesetzt nämlich, cs wäre unmög¬ 
lich , die absoluten Unterschiede der beiden Exponenten mit der erfor¬ 
derlichen Genauigkeit auszumitteln, so wird es doch keinem ciuigcr- 
maassen sorgfältigen Beobachter entgehen können, dass irgend ein 
1 Nachfolgende Berechnung verdanke icli der Güte des Herrn Prof. C. Jeli¬ 
nek in Prag. Versucht mau die Zahlen der Tafel IV durch eine Formel darzu- 
3 
stellen, so findet man, dass nahezu e : e' = f* : oder e~> : c’r> = P : l'3. Die Zahlen 
3. .3 
der Tabelle V werden besser dargestellt durch die Proportion e : e' = lr : f':r 
oder e* : c"' = P : !'•*. 
Minder genau — aber bei den möglichen Bcobachtungsfehlern noch immer 
•2 *2 
genügend — findet man für beide Tabellen IV und V zusammen e : e's - l : !'a 
oder e3 : e'3 — l2 : t'-. 
Da der Feinheitsgrad offenbar den Zahlen e und e' umgekehrt proportionirt 
ist, so dass man hat f : f = c' : c, so wird man auch näherungswcisc haben 
f : f = V* : 1*. Um von der Genauigkeit, welche diese Proportion gewährt, eine 
Vorstellung zu geben, folgen hier die nach derselben berechneten Wertlie für c' 
verglichen mit dem unmittelbar beobachteten der Tabelle IV und V. 
Tabelle IV. Tabelle V. 
berechnet 
beobachtet 
berechnet 
beobachtet 
berechnet 
beobachtet 
20 • o"' 
21'" 
Hi-7'" 
18'" 
.30 • O 
20 
18-:i 
18 
15-0 
Hi 
25 • 0 
20 
so • o 
32 
13.0 
11 
27 • 2 
25 
20 • 0 
20 • 5 
(>•3 
i> • ;> 
38 . 1 
30 • 25 
32 ■ 0 
30 • 25 
1 • 5 
1 -5 
12-5 
12-5 
2-7 
3 
35 • (i 
30 
2 .3 
2-5 
35 • 3 
35 • 25 
2-0 
2 • 25
        

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