Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über thierische Elektricität, Zweiter Band, Zweite Abtheilung (Erste Lieferung)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16148/379/
secundär-elelctromotorischen Wirkungen der Muskeln und Nerven. 379 
tine et un bon galvanomètre, on ne trouve aucune de ces 
agglomérations électriques, comme le suppose M. Marianini.« 
(Vergl. oben Bd. I. S. 376.) 
Für seine Behauptung, dafs das positive Bein sich mit Sauerstoff, 
das negative mit Wasserstoff überziehe, führt Peltier nicht den min¬ 
desten Beweis an. Er stellt vielmehr, wie man sieht, auch noch die 
Meinung auf, das mit den Zcrsetzungsproducten des Wassers oberfläch¬ 
lich bekleidete Muskelfleisch verhalte sich elektromotorisch gleich einer 
metallischen Zwischenplatte, ohne weder zu zeigen, dafs die Thatsachen 
zu dieser Ansicht zwingen, noch dieselbe auf anderem Wege annehm¬ 
barer zu machen. Auffallend ist, dafs er hiebei des Froschstromes gar 
nicht gedenkt, mit dem doch der von den Giiedmafsen ausgehende se- 
cundäre Strom sich algebraisch summirt. Becquerel und Matteucci 
(S. oben Bd. I. S. 377) haben zu Peltier’s Angaben nichts hinzuge¬ 
fügt, nur dafs der letztere erwähnt, man könne die elektromotorische 
Gegenkraft auch mittelst des stromprüfenden Schenkels darthun, und 
aus mehreren hintereinander durchströmten Froschgliedmafsen eine se- 
cundäre Säule zusammensetzen.1 
Nachdem wir oben a. a. 0. das Dasein einer solchen rasch ver¬ 
gänglichen, von Stromstärke und -Dauer innerhalb gewisser Grenzen 
abhängigen Gegenkraft an durchströmten Froschgliedmafsen festgestellt 
hatten, gelang es uns auch alsbald, an der Eintrittsstelle des Stromes 
in das Präparat den elektropositiven, an seiner Austrittsstelle den elektro- 
negativen Bestandtheil des zuleitenden Elektrolyten nachzuweisen. Die 
thierischen Gewebe scheinen sich also in der That, wie sich Peltier 
dachte, gleich einer metallischen Zwischenplatte dem Wandern der Ionen 
zu widersetzen und somit sie zur Ausscheidung zu veranlassen. Es 
Jag uns demnach sehr nahe uns eine der ursprünglichen Peltier’sehen 
ähnliche Vorstellung von dem Wesen des von ihm entdeckten Ladungs¬ 
vorganges zu bilden, denn die Vermuthung, auf die er diese Vorstel¬ 
lung gründete, war für uns eine Thatsache. Der Versuch indefs, den 
Peltier anstelltc um die Richtigkeit seiner Vorstellung zu prüfen, und 
dessen Ergebnifs ihn darin bestärkte, gab in unseren Händen einen 
ganz anderen Erfolg. Dieser Versuch bestand darin, nach dem Durch¬ 
gang des Stromes die Multiplicatorenden auch solchen Theilen des 
Präparates anzulegen, die gar nicht mit der Zuleitungsflüssigkeit in 
Berührung gewesen waren. Peltier erhielt dabei keine Spur von Wir¬ 
kung, wie aus den gesperrten Worten in seiner oben angeführten Mitthei- 
1 Bibliothèque universelle etc. Nouvelle Serie. Décembre 1838. t. XVIII. p. 360*; —■ 
Essai etc. p. 14. *
        

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