Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über thierische Elektricität, Zweiter Band, Zweite Abtheilung (Erste Lieferung)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16148/128/
128 & Abschn. Kap. Vlll. §. 11. 11 (n). Verfahren um Meine 
In dieser Einfachheit ist jedoch die Prüfung unausführbar. Denn 
als ungefähres Mafs der Gröfsen m, m — p, u. s. f., haben wir nichts, 
als die Ausschläge am Multiplicator. Je gröfser die Ausschläge sind, um 
so gröfseren Unterschieden der Stromstärke entsprechen gleiche Unter¬ 
schiede der Ausschläge. Es werden also die Ausschläge a, b, c, d, die 
zu n(m — p'), m — p, nm und m gehören, schon ganz von selbst 
in dem Verhältnifs stehen, dafs 
b a , „ a c 
—r > — oder dais ~r < —, 
de bd 
ohne dafs ein solches Verhältnifs für die Stromstärken stattfinde, oder 
ohne dafs p zu p' gewachsen sei. 
Indessen giebt es einen Kunstgriff, mit dessen Hülfe sich diesem 
Uebelstande begegnen läfst, und der hier um so mehr am Platze ist, 
als die dazu nöthige Anordnung des Versuches auch noch durch einen 
anderen Umstand geboten wird. Er besteht darin, bei der Beobach¬ 
tung von m und nm die Empfindlichkeit des Multiplicators durch eine 
vorgelegte Nebenschliefsung zu mäfsigen, so dafs die Ausschläge a, b 
und c, d ihre Rollen vertauschen, insofern als a, b die gröfseren, c, d 
die kleineren werden. Die Mäfsigung der Empfindlichkeit des Multipli¬ 
cators überhaupt ist, wie gesagt, nothwendig aus demselben Grunde, 
aus dem wir sie schon häufig angewendet haben, nämlich um zu ver¬ 
hindern, dafs die Ausschläge bei künstlichem Querschnitt die Nadel an 
die Hemmung oder auch nur in so hohe Breiten der Theilung führen, 
dafs dem Unterschiede der Stromstärken kein merklicher Unterschied der 
Ausschläge mehr entspricht. Allein indem man die Empfindlichkeit bei 
Beobachtung des Stromes des künstlichen Querschnittes so weit mäfsigt, 
als oben gesagt worden ist, bewirkt man zugleich, dafs, so lange p 
unverändert bleibt, 
so dafs, wenn auch nur Gleichheit dieser Ungleichheiten, vollends, wenn 
das entgegengesetzte Verhalten beobachtet wird, mit Sicherheit geschlos¬ 
sen werden kann, dafs p zu p' gewachsen sei. 
Auf dem Papiere also läfst sich, wie man sieht, diese Untersuchung 
glücklich zu Ende führen. Ich brauche aber wohl kaum zu sagen mit 
wie grofsen Schwierigkeiten sie bei ihrer Ausführung zu kämpfen hat. 
Obenan steht dabei die grofse Unsicherheit in der Beobachtung der 
Wirkungsgröfse des künstlichen Querschnittes, welche so sehr abhängig 
ist von der seit der Zurichtung verflossenen Zeit (Vergl. oben S. 113). 
Diesen üebelstand haben wir wohl oben Bd. I. S. 697. 698. 704. 709 
an den Muskeln, Bd. II. Abth. I. S. 266 an den Nerven zu besiegen ge-
        

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