Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über thierische Elektricität, Zweiter Band, Zweite Abtheilung (Erste Lieferung)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16148/127/
Veränderungen der pareleletronomischen Schicht nachzumeisen. 127 
nähme der Art, dafs auch die elektromotorische Wirksamkeit der Mus¬ 
keln überhaupt darunter leiden kann, wie dies denn auch bei der Kälte 
der Fall ist (S. oben S. 36). Es sei m der Unterschied der Spannun¬ 
gen, den der Muskel den Enden des Multiplicatorkreises ertheilen und 
dadurch positiv wirken würde, wenn die parelektronomische Schicht 
unwirksamer feuchter Leiter wäre; — p derjenige, den diese Schicht 
denselben Enden ertheilen und dadurch negativ wirken würde, wenn 
umgekehrt der ganze übrige Muskel unwirksamer feuchter Leiter wäre; 
m — p folglich die Kraft, mit der der natürliche Querschnitt positiv 
wirksam ist. Es ist, ohne bestimmte Gründe, nicht anders anzuneh¬ 
men, als dafs, wenn irgend ein Einflufs den Muskel trifft, mit m 
auch p sich stets in gleichem Mafse verändern wird. Die Wirksamkeit 
des natürlichen Querschnittes kann folglich nicht nur dadurch vermin¬ 
dert erscheinen, dafs p gewachsen ist, sondern auch dadurch, dafs 
m — p in Wirklichkeit mit einem gemeinsamen Factor n < 1 multipli- 
cirt wurde (Vergl. oben S. 103), und es handelt sich darum, im Ver¬ 
such auszumachen, ob das erstere, oder wenigstens beides zugleich, 
oder ob nur das letztere die Ursache der etwa beobachteten Wirkungs¬ 
abnahme des Stromes des natürlichen Querschnittes gewesen sei. 
Der Weg dazu würde sein, zu untersuchen, ob sich das Verhält- 
nifs der Wirkung des natürlichen Querschnittes z. B. des Gastroknemius, 
zu der des künstlichen Querschnittes z. B. des Adductor magnus Cuv. 
nach dem Einflüsse gleich geblieben sei, oder, da man cs nicht vor 
dem Einflüsse beobachten kann, ob es das nämliche sei in den Muskeln 
einer Gruppe von Thieren, die dem Einflufs ausgesetzt waren und in 
denen einer Gruppe von solchen, die dies nicht waren. In diesen würde 
jenes Verhältnifs sein 
in jenen 
m — p 
m ' 
(m — p') 
nm 
Man eliminirt also auf diese Weise im Versuch den unbekannten Coëffi- 
cienten n, der die allgemeine Verminderung der Kraft des Muskels be¬ 
zeichnet. Ist das bezeichuete Verhältnifs durch den Einflufs kleiner ge¬ 
worden, so ist p gewachsen zu p', die parelektronomische Schicht ist 
durch den Einflufs weiter ausgebildet worden. Man könnte auch statt 
dessen vergleichen die Werthe 
nm , n (m 
-— und —— 
m 
P). 
sie müssen gleich sein, wenn pr 
kleiner sein, wenn p' >p. 
m — p 
p, hingegen mufs der zweite Werth
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.