Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den feinern Bau und die Formen der krankhaften Geschwülste
Person:
Müller, Johannes
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16135/48/
46 
non posset, Cubans quidem capiti iunixam, stans vero subjecta altera maim suffultani gesfabüt. Comparasses dura tubera 
partim magnitudine Limoniis corticosis, partim etiam colore non adliuc maturis malis insanis; sic alte turgebant, sic par¬ 
ticule quibusdam livescebaut. Una alteris implicala, secundum digitorum nodos cxcreverant adeo circa extremos ungues, 
ut hi summis apicibus vix aparerent. Affectum quoad nomen attinet, atheroma nodosum, quod vero figuram, subiit inter- 
dum animo milii comparare vel tuberosis ample difformibusque Cliamaeirios latifoliae Lobelii vel fructibus fici Opuntiae, 
vel complexui tuberum radiciformium, quae vocata nostris hispanica, cocta igne sunt esu multis non insuavi; vel mon- 
strosis belluarum secundum digitos nodis, quos sepulcralibus urnis sculptores appingere consueverunt. Tab. ad p. 174. 
Verum enimvero quodcunque vitii fuerit illud, amputatum per nos secundum primos digitorum phalangis articulos ac 
perustum, ad sanitatem integrant brevi perduximus. Ceteruin materia, quae sub inciso vitio reperta est, sieuti coctae 
carnis bulbi cyclamis apparuit, friabilis insuper et lenissimo quoque contactu cessilis. 
Severinus führt noch einen ähnlichen Fall von Nicolaus Lärche an, und bildet ihn in 3 Bildern ab. Die Ge¬ 
schwulst der Phalangen und Mittelhandknochen war 7 Pfund 3 Unzen römisches Gewicht schwer. Die Geschwulst 
war in der Jugend vom Biss eines Schweines entstanden. Sie brach auf. Der Erfolg der Amputation ist nicht genannt. 
5. Vigorous de Montagut, opuscules sur la régénération des os, les loupes osseuses et les hernies. Paris. 1788. 8. 
Ein Bauer war von früher Jugend an von einer Geschwulst an der Hand, und zwar am Zeigefinger und Ringfinger 
befallen. Die Schale war ganz knöchern. 
6. Kortum erzählt in seiner Geschichte der Scrofelsuchf, de vitio scrofuloso. Lemgoviae. 1790. T. 2. p. 301. 
Vidi puerum seplennem ventre turgido, glandularum colli tumoribus, omnibusque cachexiae scrofulosae indiens luculen- 
tissimis incedentem, cujus oinnes decent manuum digitos spina ventosa tumefecerat. Zweifelhaft. 
7. Von dem von Hoger (Leçons sur les maladies des os. Paris. 1803.) erzählten Fall von Osteosarcom des 
Humérus ist es zweifelhaft, ob er hieher gehöret. Die sehr grosse Geschwulst war bei einem Mann von 47 Jahren, 
und hatte zur Zeit der Beobachtung 2 Jahre bestanden. Die Geschwulst verursachte viele Schmerzen. Der Deltoi- 
deus bildete eine Capsel um eine gelatinöse, zitternde, gelblich röthliche und etwas trübe Masse. Vom Humerus war 
nur eine knöcherne Platte übrig, die gegen den Kopf des Knochens breiter wurde. Die Gelenkfläche war zerstört. 
Die Substanz enthielt sehr viel Leim, ein wenig Eiweiss, Salze, aber kein Fett. Die Gelenkfläche des Schulter¬ 
blattes war zerstört. 
8. A. Cooper, surgical essays. P. 1. London. 1818. Dass die hier erwähnten cartilaginösen Exostosen an der 
Oberfläche der Knochen grösstentheils nicht zum Enchoiidrom, sondern zur gewöhnlichen Exostose gehören, wurde 
oben bemerkt, wo zugleich einzelne Fälle angegeben sind, welche wahrscheinlich zum Enchondrom gehören. 
9. Klein in v. Gräfe und v. Walther's Journal der Chirurgie und Augenheilkunde. Bd. III. pag. 403. Auf¬ 
treibung der Phalangen des 4. und 5. Fingers und ihrer Mittelhandknochen nach Quetschung, abgebildet ebend. Tab. in. 
Noch ein anderer Fall wird von Klein erzählt. Heilung durch Operation. 
10. Bail de luxuriatione ossiuni. Berol. 1821. 4. Fig. 4. Ein Mann von 28 Jahren, der in frühester Kindheit 
an Rhachitis litt, bekam in frühester Jugend eine Auftreibung der Mittelhandknochen und Phalangen des 4. und 5. 
Fingers. Die Operation der Exarticulation wurde von Hrn. r. Gräfe gemacht. Das Präparat befindet sich im hiesigen 
Museum und ist Tab. IV. Fig. 3. abgebildet. 
11. Otto, neue seltene Beobachtungen zur Anatomie, Physiologie und Pathologie. Berlin. 1824. 4. Taf. I. 
Fig. 1. Geschwülste an den Phalangen und ossa metacarpi der Hand eines Knaben von 14 Jahren. Die Krankheit 
entstand in der frühesten Kindheit durch eine starke Quetschung. Es waren neun sphäroidische Geschwülste mit Haut 
und Zellgewebe bedeckt, alle von den Knochen ausgehend. Sie besitzen eine knöcherne Schale, und bestehen in¬ 
wendig aus unregelmässigen grossen Knochenzellen und Splittern, zwischen welchen fibrös knorpelige Massen, auch 
sehnige mit Gallerte gefüllte Zellen liegen. Da letztere durchsichtig und also etwas dunkler sind als die Knochen 
und Knorpelmassen, so geben sie den Geschwülsten schon äusserlich ein grau- und weissgeflecktes Ansehen. Die 
Mittelhandkuochen und Phalangen, von welchen die neun Geschwülste ausgehen, sind fast ganz zerstört, aufgelockert, 
stachlich und gehen allmählig in die Geschwülste über. Von mehreren ist nur eine Spur in grossem Knochensplit¬ 
tern zu erkennen. 
12. Scarpa, über die Expansion der Knochen. Weimar. 1828. p. 22. Tab. 3. Fig. 1. Bei einem Menschen 
von 18 Jahren war von Kindheit an nach und nach und fast ohne Schmerz die rechte Hand zu einer ungeheuer 
grossen Exostose angeschwollen, der grössere Theil dieser Geschwulst blieb viele Jahre hindurch wie eine gutartige 
Exostose, welche, nachdem sie erweicht gewesen sey, die Consistenz eines gesunden und vollkommenen Knochens 
wieder erlange. Aber der andere kleinere Theil fing, ob von einer verborgenen innern oder äussern Ursache oder 
von beiden zugleich ist ungewiss, wieder an zu erweichen, und innerlich stechende Schmerzen hervorzubringen. 
Nachdem hierauf um den kleineren Theil der Exostose herum Entzündung der weichen Theile entstanden war, und 
die allgemeinen Integumente sich auseinander begeben hatten, brachte sie Geschwüre und Fisteln hervor, aus welchen 
beständig viel Jauche mit gelatinöser Materie vermischt abfloss, indem nämlich die Caries die Wände der Höh¬ 
len der Geschwulst bereits zerstört hatte. Nachdem der Kranke von schleichendem Fieber entkräftet war, wurde 
die monströse Hand in dem Gelenk des Vorderarms und der Hand amputirt. Die Wunde heilte in kurzer Zeit. In
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.