Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das pharmakologische Institut zu Tuebingen und seine Einrichtungen fuer Unterricht und Forschung
Person:
Jacobj, Carl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15974/19/
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seitlich nahe dem Boden befindlicher Tuben durch ein Zinnrohr 
verbunden sind, so können sie beide von der im Wasserbad¬ 
zimmer befindlichen Flasche, gefüllt werden. Zwischen diesem 
Behälter für destilliertes Wasser und dem Wasserbad im Durch¬ 
gangsraum einerseits XIV i und dem Schiebfenster zum Wasser¬ 
bad im chemischen Laboratorium andererseits XVIII d sind zwei 
große Schränke zur Aufnahme von Glas- und Porzellänsachen 
für chemische Zwecke aufgestellt. Im Wasscrbadziinmcr gegen¬ 
über von der Spülbank führt eine Türe direkt in das chemische 
Laboratorium, und hinter dieser Tür befindet sich in der 
Südwestecke des Laboratoriums ein großes, sehr gut ventiliertes 
Doppeldigestorium XVIII e. An der gegenüber liegenden Ostwand 
ist ein Glasblasetisch XVIII f angebracht. Die übrigen Wände 
dieses Raumes werden von Schränken XVillg zur Aufnahme von 
Chemikalien, Stativen und dergleichen eingenommen. 
An das Laboratorium, das nach der einen Seite, wie erwähnt, 
durch eine Tür mit dem Zimmerndes Institutsvorstands verbunden 
ist, gelangt man auf der anderen Seite in die übrigen Räume für 
chemische Arbeiten und zwar zuerst in das geräumige Elementar¬ 
analysenzimmer XIX. Hier befindet sich, einen Winkel bildend, 
gleich links von der Türe ein an den Wänden entlang laufendes 
großes Digestorium XTXa, in welchem ein Verbrennungsofen für 
Elementaranalysen, sowie ein Muffelofen und ein Vakuuinlrocken- 
apparat aufgestellt sind. Dieses Digestorium ist wie alle übrigen 
Digeslorien des Instituts mit Gas, sowie Wasser-Zu- und Abfluß 
versehen, die offen unter, den dicken Sandsteinplatten verlaufen, 
die den Boden des Digestoriums bilden und mit Löchern ver¬ 
sehen sind, durch welche die Zu- und Abführungsschläuche ge¬ 
legt werden können. In diesem großen Digestorium befinden sich 
aber auch noch an der Rückwand besondere, starke, direkt von 
der Gasuhr abzweigende' Gasleitungen, an welche die Verbren¬ 
nungsöfen angeschlossen sind. 
An der Eingangstüre gleich neben diesem Digestorium befindet 
sich eine Wasserstrahlluftpumpe XIX b, von welcher eine Blei¬ 
rohrleitung zu einem auf der anderen Seite der Türe angebrachten 
großen Wandtisch XIX c führt und zur Evakuierung der dort auf¬ 
gestellten Exsikkatoren dient. Ein an der Wand mit dieser Leitung 
verbundenes Manometer zeigt die Luftdruckverminderung in der 
Leitung an,' welche mit der Wasserstrahlpumpe bei dem hohen 
Druck der städtischen Wasserleitung von 3,5 Atmosphären bis auf 
12—20 mm Quecksilber gebracht werden kann. Neben dem diesen 
Raum erhellenden einen Fenster ist eine große hydraulische 
Presse XIX d und an der anstoßenden Zwischenwand ein Schrank
        

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