Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Vergiftung durch Kleesäure: Edinb. med. and surg. Journ., No. 76
Person:
Christison Coindet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15890/6/
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Vierter V e r f u c It, 
Drei und dreifsigGran in zwei Tbeilen lauen Waf- 
fers wurden in den Magen eines acht Pfund ichweren 
Hundes gefpritzt. 
Nach heben Minuten trat Würgen ein. 
30 Min. Dies nimmt nicht ab. Das Athmen 
ift voll und etwas faefchleunigt. Niedergefchlagenheit 
und Beharren in derfelben Stellung. 
I St. Athmen kürzer und fchneiler, grofse Nie¬ 
dergefchlagenheit und Betäubung, aber völliges Be- 
wufstfeyn, Schwäche der Hinterfüfse. 
1 St. 15 Min. Faft gänzliches Aufhören des Wör- 
gens, gröfsere Schnelligkeit und Kürze des Athmens. 
Die Hinterfüfse find nicht afficirt. 
1 St. 20 Min. Kein Würgen. Unregelmäfsiges 
Athmen. Grofse Unempfindlichkeit der Hinterfüfse. 
Das Gehen ift leicht. 
1 St. 25 Mio. Schwankendes Gehen. 
1 St. 30 Min. Athmen kurz, 34 mal in der 
Minute, bisweilen nimmt es an Häufigkeit und Tiefe 
zu. Beftändige Seitenlage, Betäubung, Verminderung 
der Empfindlichkeit des ganzen Körpers. 
1 St. 45 Min. Athmen zwanzigmal, voller und 
regelmäfsiger, Empfindlichkeit heller. Seilenlage und 
Erfchlarfung des ganzen Körpers; aufgeregt taumelt et. 
Hinterfüfse fchwach, aber nicht iteif. 
1 St. 50 Min. Wenig Aenderung. Augen un¬ 
empfindlicher. 
2§ St. Athmen weit langfamer. Die Augen 
empfinden kaum die vorgehaltene Hand. Er ftent felbft 
auf Schläge nicht auf. Wird er aber durch Auffchüt- 
tein aufgerichtet, fo taumelt er etwas umher, und ift 
einige Secunden lang etwas empfindlicher.
        

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