Bauhaus-Universität Weimar

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An dem Vorderarm und der Hand der liier 
hauptfächlich berückfichtigten Leiche fand lieh nichts 
Ungewöhnliches. 
Eben fo wichen die untern Glieclmaafsen nur da¬ 
durch etwas von der Regel ab, dafs der kleine untere 
aufsere Theil des Hüftbeinmuskels etwas von dem übri¬ 
gen gröfsern innern getrennt erfebien. 
Aufser den angegebenen Varietäten fanden fich 
als nicht ganz gewöhnliche Abweichungen bei einer 
andern Leiche auf der linken Seite das Schlundkopfes 
zwei ungewöhnliche Muskeln. 
Der eine anfehnlichere enifprang nach innen von 
dem Griffelfchlundkopfmuskel vom Gelenktheile des 
Hinterhauptbeines und ging, länger als jener, aber nur 
halb fo dick, an den mittlern Schlundkopffchnürer. 
Der andere, lehr diinne fetzte fich von der mittlern 
Sehne des zweibäuchigen Unterkiefermuskels gleich¬ 
falls an den mittlern Schlundkopffchnürer. 
Beide trugen unftreitig zur itärkern Erweiterung 
lies Schlundkopfes bei. 
Auf der rechten Seite fand fich keine Spur einer 
ähnlichen Bildung. 
Ueberhaupt glaube ich, nach mehrern Beobach¬ 
tungen annehmen zu können, dafs, wenn gleich die 
Bildungsabweichungen der Muskeln keineswegs immer 
fvmmetrifch find, dennoch die feitlieh einander entge¬ 
gengefetzten Muskeln des Schlundkopfes und der Zunge 
weit häufiger als die übrigen willkiihrlichen Muskeln 
nach einem verfchiedenen Typus gebildet find; eine Be¬ 
merkung, die infofern nicht unintereffant ift, als gerade 
diefe Theile den Uebergang zu auch im normalen Zu¬ 
stande afymmetrifch angeordneten Organen machen.
        

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