Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Vergiftung durch Kleesäure: Edinburgh med. and chirurg. Journal, Vol. 19, No. 75, p. 163 ff.
Person:
Christison, R. W. Coindet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15883/4/
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«oncentrirte Mineralfäuren, fixe Alkalien, une! einige 
metallifche Salze, durch chemifche Zersetzung deffelben. 
s) Andere machen auf die Nervenzweige, worauf 
f'C wirken, einen eigenthümlichen Eindruck, der zum 
Gehirn fortgepflanzt wird, Dahin gehören Alkohol, 
Blaufäure, Tabak. 
3) Andere treten durch die Blut - unrf Saugadern 
in das Gefäfsfyftem, und wirken dann entweder auf 
das Blut felbft oder das Nervenfyftem, oder ein wich¬ 
tiges Organ» Dahin gehören Morphium, Strychnium 
und einige andere vegetabilifche Alkalien. 
Ferner wirken mehrere Gifte auf doppelte Weife: 
fo z.B. mehrere Metallverbiudungen örtlich und allge¬ 
mein durch die Einfaugung. 
Nach dem Vorigen halten einige die Kleefäure 
blofs für ätzend, andere für ätzend und fympathifch 
auf das Gehirn wirkend zugleich, Indeffen find in der 
That diele und manche mit ihnen verbundene Anfich¬ 
ten mehr oder weniger irrig, 
I. Es fragt lieh zuerft, ob diefe Subftanz wirklich 
ein Gift ift? Dies Jafst ficli durch die Unterfuchung be- 
ftimmen, ob fie allgemein im geraden Verhältnis zu 
ihrer Menge und dein Grade ihrer Concentration wirkt. 
Dies auszumitteln, wurde eine halbe Unze Klee¬ 
fäure in doppelt fo viel Waffer bei 130° F. durch eine 
Oeffnung in der Speiferöhrc in den Magen eines Run¬ 
des gefpritzt und durch ein Band darin erhalten, eine 
Methode, die bei allen folgenden Verliehen beobach¬ 
tet wurde. In zwei Minuten trat heftiges Würgen bis 
zur zwölften Minute ein. Das Atlimen wurde voller 
und. häufiger, nach lech zehn und einer halben Minute 
kurz, und fetzte zuweilen einige Secunden aus. Zu¬ 
gleich liefs das Thier Jen Kopf linken, fahe febr dumm 
aus, behielt aber volles Bewufstfeyn, Endlich fiel es 
plötzlich auf die Seite, der Körper wurde einige Secun-
        

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